Skip to content
/ ©Montage Canva
Ein Bild auf 5min.at zeigt eine verzweifelte Pensionistin
Die Debatte rund um eine Erhöhung des Pensionsalters sorgt für Unruhe in der Koalition.

„Hackln bis 70…“: Pensions-Debatte nimmt weiter Fahrt auf

Neue Woche, neue Diskussion rund um das Pensionsantrittsalter in Österreich. Nun steigt der Landeshauptmann von Tirol mit ein, die NEOS sehen sich darin bestätigt. Und einer macht nicht mit: die SPÖ.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(354 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Bei kaum einem Thema sind die Meinungen innerhalb der Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS aktuell unterschiedlicher als dem Pensionsantrittsalter. Während die NEOS schon immer für ein Koppeln an die Lebenserwartung sind, freundet sich langsam auch die ÖVP mit alternativen Lösungen an. Und selbst Ingrid Korosec, Präsidentin des Seniorenbundes, kann sich einen Pensionsantritt nach Arbeits- und nicht unbedingt nur Lebensjahren vorstellen. Mehr dazu hier: ÖVP-Seniorenbund-Chefin: „Wann wir in Pension gehen, soll von den Berufsjahren abhängen“.

ÖVP und NEOS nähern sich bei Pensionsalter-Debatte immer weiter an

Nun hat sich im Ö1-„Mittagsjournal“ auch der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) dafür ausgesprochen, frühestens mit 65 in Pension gehen zu dürfen. Das aber auch nur dann, wenn man bereits 45 Jahre lang gearbeitet hat. Hat man das nicht, muss man länger als bis 65 arbeiten. Eltern würden auch Betreuungszeiten angerechnet bekommen. Die NEOS erneuern in dem Zusammenhang in einer Aussendung ihre Forderung nach einer Diskussion rund um das Pensionsantrittsalter. „Gerade bei Pensionen brauchen die arbeitenden Menschen Klarheit und Planbarkeit. Deshalb müssen wir die notwendigen Reformen jetzt diskutieren und in die Wege leiten – und nicht erst in 10 oder 20 Jahren“, so NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser.

SPÖ und PVÖ gegen Erhöhung des Pensionsalters

Wenig Freude mit dieser Diskussion hat neben dem Pensionistenverband Österreich (PVÖ) – Pensionsalter erhöhen „löst kein einziges Problem“ – auch die SPÖ. Dessen Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim hat den Forderungen eine klare Absage erteilt. „Eine sichere Pension ist eine Frage des Respekts vor der Lebensleistung arbeitender Menschen. Hackln bis 70 wird es mit der SPÖ nicht geben“, so Seltenheim. Auch die Kopplung an die Arbeitszeit sieht er kritisch, würde diese doch vor allem Akademiker „deutlich benachteiligen und die Arbeitslosigkeit unter älteren Menschen stark ansteigen lassen“. Sowohl die SPÖ als auch der PVÖ fordern, dass bei den Unternehmen nachgeschärft werden müsse – etwa durch ein Bonus-Malus-System. Eine Absage an eine Antrittsalter-Erhöhung hat auch Vizekanzler und SPÖ-Chef Andreas Babler auf Nachfrage von 5 Minuten erteilt: Später in Pension, geringere Erhöhung? „Eine Frage des Respekts…“.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Artikel zum Thema:
Mehr Interessantes