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Bild auf 5min.at zeigt eine Wespe.
Experten haben schon im Frühling einen Wespensommer in Österreich prognostiziert.

Wespensommer in Österreich: Warum es heuer so viele davon gibt

Derzeit wird man gefühlt auf Schritt und Tritt von Wespen verfolgt. Die gelb-schwarzen Insekten häufen sich spürbar.

von Marlene Dorfer Das Foto auf www.5min.at zeigt Marlene Dorfer aus der Kärnten Redaktion.
3 Minuten Lesezeit(577 Wörter)
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Wir hatten es bereits angekündigt: „Bitte nicht nervös werden“: Starker Wespensommer in Österreich möglich. Egal ob am Badesee oder daheim bei der Grillfeier – schön langsam häufen sich die kleinen gelb-schwarzen Insekten. Mittlerweile kann man kaum wohin gehen, ohne dass man von den Tierchen verfolgt wird …

Heißes und trockenes Wetter sorgt für viele Wespen

Experten hatten es bereits prognostiziert. Schuld seien vor allem die derzeitigen Wetterbedingungen: heiß und trocken. Genau das fördert nämlich die Entwicklung der Tiere. In Österreich wurde bereits Hitzerekorde geknackt und gerade bei heißem Wetter sind sie besonders aktiv. Zudem war der Frühling heuer besonders warm.

Wespen in Österreich

Zoologin und Insektenexperten im Landesmuseum Kärnten, Laura Waldner, teilt gegenüber „Heute“ mit, dass die Königin im Frühjahr beginnt, ihren Staat zu gründen und die Brut kann sich viel leichter entwickeln, wenn es zu dieser Zeit trocken und warm ist. „Wenn es jetzt aber extrem feucht ist und es dann wieder kalte Phasen gibt, dann sind die Völker meistens kleiner“, so die Expertin.

Wespen sorgen für Rettungseinsätze

Doch nicht nur, dass die Tierchen beim Essen oder Trinken, oder einfach generell ständig in der Nähe sind, es gehen auch einige Gefahren davon aus. Nämlich in Form von Stichen. Besonders auffallend seien heuer Menschen, die Wespen verschlucken oder im Mundraum gestochen werden, heißt es von Michael Obmann, Allgemeinmediziner und Sprecher der Kärntner Notärzte. Das ein oder andere Mal muss sogar der Hubschrauber ausrücken. Wie der Arzt gegenüber dem Medium schildert, habe er selbst Einsätze erlebt, „wenn Bauern am Feld sind, dass das eher Erdwespenattacken sind, wenn diese Löcher aufgerissen werden. Oder auch beim Abwerfen von Altglas, dass sie sich in den Altglascontainern einnisten, wo man überhaupt nicht damit rechnet.“

Expertentipps bei Wespenstiche

Allergikern wird geraten, immer ihr Notfallset dabei zu haben. Für die meisten Menschen ist der Wespenstich zwar nicht bedrohlich, kann aber eine Schwellung, Juckreiz und Schmerzen auslösen, wie Experten wissen. Innerhalb eines Tages sollten die Wirkungen jedoch wieder langsam abklingen. Wenn man gestochen wird, sollte man zunächst Ruhe bewahren, denn „durch die Beschleunigung vom Herzschlag verteilt sich das Gift schneller und das wirkt dann eher zentral, vor allem wenn man nicht weiß, ob man schon allergisch darauf reagiert oder nicht“, so der Experte.

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Wespennester besser in Ruhe lassen

Ein entdecktes Wespennest sollte man, so die Zoologin weiter, besser in Ruhe lassen. Denn im Herbst sterben die Arbeiterinnen, überwintern wird nur die junge und befruchtete Königin, welche dann ihren neuen Staat im Frühjahr gründet. „Normalerweise kann man dann eigentlich ohne Probleme das Wespennest entfernen“, teilt Walnder mit. Es bestehe aber auch die Möglichkeit Wespen umzusiedeln.

Wespen zuhause? Was du tun kannst

Dies sei beispielsweise notwendig, wenn kleine Kinder oder Allergiker in der Nähe bzw. direkt betroffen sind. In Villach erhält man für einen Umzug finanzielle Unterstützung. Laut Stadtrat Sascha Jabali Adeh von der Bewegung „Verantwortung Erde“ teilte mit, dass eine Umsiedelung bei maximal 250 bis 260 Euro liegen würde, aber auch weniger. Insofern die Kosten unter 260 Euro liegen, so wird dies sogar vollständig übernommen. Seitens der Zoologin wird generell geraten, dass ein Umzug nur von Professionisten vorgenommen wird. So würde der bestmögliche Schutz für den Menschen und auch das Tier gewährleistet werden.

Gut zu wissen:

Obwohl sie für den Mensch meist als Störenfriede wahrgenommen werden, sind sie für die Natur unabkömmlich. Sie ernähren sich von Insekten, wie Fliegen, Mücken oder Läuse. Zudem bestäuben sie Pflanzen. Sie sorgen für ein Gleichgewicht in der Insektenpopulation. Sie werden von den Gerüchen wie Schweiß und süßen Speisen und Getränken, aber auch von Fleisch angelockt.

In Kärnten ist zudem die Hornisse geschützt. (Quelle: Umweltbundesamt.at.)

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 03.08.2026 um 18:37 Uhr aktualisiert
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