Maria Schnee: Das Geheimnis des „Wintertags“ am 5. August
Schnee mitten im Hochsommer? Der kirchliche Festtag Maria Schnee am 5. August geht auf eine jahrhundertealte, faszinierende Legende zurück, die von einem wundersamen Schneefall im heißen Rom des Jahres 358 nach Christi erzählt.
Der Überlieferung zufolge erschien die Gottesmutter in der Nacht auf den 5. August dem römischen Patrizier Johannes und seiner Frau. Sie versprach ihnen einen Sohn, wenn sie an jener Stelle eine Kirche errichten würden, an der am nächsten Morgen Schnee liege.
Traum des Papstes
Dem Papst Liberius erschien in dieser Nacht dieselbe Schneefall-Prophezeiung. Und tatsächlich: Auf dem Esquilinhügel lag am Morgen danach – mitten im Sommer – eine Schneedecke. Dort entstand später die Basilika Santa Maria Maggiore (geweiht am 5. August 432) – eine der berühmtesten Marienkirchen der Welt.
Weltweite Verehrung
Der Kult um „Unsere Liebe Frau vom Schnee“ verbreitete sich weit über Rom hinaus. Für zahlreiche Klöster, Kapellen und Wallfahrtsorte, vor allem in Frankreich, ist die Schnee-Madonna Schutzherrin. Selbst Kirchengemeinden in Quebec (Kanada) beziehen sich auf die wundersame Sommer-Schneegeschichte.