„Heimat wird unbewohnbar ab 40 Grad“ – Van der Bellen richtet Appell an Österreich
Angesichts der historischen Hitzewelle in Österreich hat sich auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit einem eindringlichen Appell zu Wort gemeldet.
Angesichts der anhaltenden Hitzewelle und neuer Temperaturrekorde hat sich am Mittwoch auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu Wort gemeldet. In einem Social-Media-Beitrag verweist er auf die spürbaren Folgen der Klimakrise und fordert entschlossenes Handeln.
„Die Realität spüren wir gerade“
„Sagen wir’s, wie es ist: Es ist verdammt heiß“, schreibt Van der Bellen. Gleichzeitig verweist er auf ausgetrocknete Wiesen, niedrige Pegelstände der Donau und sinkende Grundwasserstände in Österreich. Er habe sich dazu mit dem Klimatologen und Meteorologen Herbert Formayer von der Universität für Bodenkultur Wien ausgetauscht. Dessen Forschung zeige seit Jahren, wie stark sich das Klima verändere und welche Auswirkungen das auf Österreich habe. Besonders ältere Menschen, Kinder, kranke Personen sowie Tiere würden unter der aktuellen Hitzewelle leiden. „Die schönste Heimat wird unbewohnbar ab 40 Grad Celsius“, so der Bundespräsident.
Appell zu Anpassung und Klimaschutz
Van der Bellen fordert, die Folgen der Klimakrise unmittelbar abzufedern und Österreich widerstandsfähiger gegen Hitze und Wassermangel zu machen. Gleichzeitig müsse die Ursache bekämpft werden – etwa durch den Ausstieg aus fossilen Energieträgern und einen rascheren Ausbau erneuerbarer Energien.
Rekordhitze in Österreich
Der Appell erfolgt vor dem Hintergrund einer historischen Hitzewelle. Am Mittwoch registrierte die GeoSphere Austria in Bad Deutsch-Altenburg mit 41,2 Grad einen neuen österreichischen Hitzerekord. Gleichzeitig wurde erstmals in der heimischen Messgeschichte an drei Tagen in Folge die 40-Grad-Marke erreicht. Insgesamt wurden am Mittwoch an 27 Messstationen neue Temperaturrekorde verzeichnet.