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Das Bild auf 5min.at zeigt den Hochkönig.
Ein Wiener musste im Salzburger Land vom Hochkönig gerettet werden, weil er sich verstiegen hatte.

„Tourenplanung und Ausrüstung mangelhaft“: Wiener verstieg sich auf Hochkönig

Ein 38- jähriger Wiener verstieg sich bei seiner Hochkönigstour in steiles Absturzgelände. Eine aufwendige nächtliche Rettungsaktion folgte.

von Marlene Dorfer Das Foto auf www.5min.at zeigt Marlene Dorfer aus der Kärnten Redaktion.
2 Minuten Lesezeit(431 Wörter)
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Der Mann war mit dem Zug von Wien angereist und stieg am Mittwochmorgen von Bischofshofen kommend zum Hochkönig (2.941 Meter) auf. Er erreichte das Matrashaus um 16.30 Uhr, schildert der Werfener Einsatzleiter Sepp Oppeneiger, die Situation. Nach einer kurzen Rast machte er sich zum Abstieg Richtung Werfen auf.

„Verstieg sich in felsiges und steiles Absturzgelände“

Im Bereich des Floßkogels, au rund 2.437 Meter, bekam er Probleme mit der Wegfindung in der Dunkelheit, „der Mann kletterte über Felsabbrüche und verstieg sich in felsiges und steiles Absturzgelände. Im Bereich des sogenannten Schoberschartl konnte er nicht mehr weiter und alarmierte daher die Einsatzkräfte“, so Oppeneiger, der um 21.45 Uhr den Einsatz für die Bergrettung Werfen übernahm. „Wir bekamen vom Team der Libelle Flir die genauen Koordinaten des Verstiegenen.“

„Heftige Gewitterfront rückte immer näher …“

Acht Bergretter stiegen auf, „doch die angekündigte, heftige Gewitterfront rückte immer näher. Wir haben uns daher entschieden, den Rettungshubschrauber C 14, der für eine nächtliche Windenbergung ausgerüstet ist, zu alarmieren.“ Das Hubschrauberteam konnte den Wanderer kurz vor dem Eintreffen der Front aus dem felsigen und steilen Gelände bergen und brachte ihn unverletzt nach Werfen. Der Einsatz endete nach ein Uhr, heißt es weiter.

„Leider fällt uns auf, dass …“

Bei diesem Einsatz war sowohl die Tourenplanung als auch die Ausrüstung des Mannes mangelhaft: „Diese Hochkönigrunde erfordert viel Zeit und Ausdauer und ist sehr schwer an einem Tag zu bewältigen“, sagt der Pongauer Bezirksleiter Gerhard Kremser. Dazu waren heftige Gewitter angekündigt. „Leider fällt uns auf, dass immer noch viele Menschen, nicht nur Urlaubsgäste, sondern auch Einheimische, ohne entsprechenden Versicherungsschutz für Bergungen im alpinen Gelände unterwegs sind“, sagt Kremser. „Wir sprechen dieses Thema seit Jahren immer wieder an, weil viele Wanderer gar nicht wissen, welche Kosten bei einem solchen Rettungseinsatz entstehen können. Oft wird es den Verunglückten leider erst bei einem Einsatz bewusst.“

„Kostet nicht selten 15.000 Euro“

Der Bezirksleiter betont weiters: „Denn wenn die Bergrettung gemeinsam mit Rettungshubschraubern ausrückt oder andere Einsatzkräfte hinzugezogen werden, können die Kosten in die Höhe schnellen. Alleine eine nächtliche Windenbergung mit einem Notarzthubschrauberteam kostet nicht selten rund 15.000 Euro.“ Diese Kosten seien grundsätzlich von den Betroffenen zu tragen. Dabei könne man mit einer Fördermitgliedschaft bei der Bergrettung – diese kostet 38 Euro für die ganze Familie im Jahr – vorsorgen. „Gleichzeitig tragen unsere Förderer damit zu einem wesentlichen Teil unsere Ausbildungs- und Ausrüstungskosten mit“, so Kremser abschließend.

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