„Zustand ist jämmerlich!“ Doskozil stellt Babler ein Ultimatum
Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil erhöht den Druck auf die Bundespartei drastisch. Mit Blick auf schlechte Umfragewerte fordert er rasches Handeln, um wieder Vertrauen aufzubauen und Wahlerfolge zu erzielen.
Der burgenländische Landeshauptmann und SPÖ-Vorsitzende Hans Peter Doskozil hat seine Kritik an der Bundespartei sowie Parteichef Andreas Babler erneut bekräftigt. Mit Blick auf schlechte Umfragewerte forderte er im ORF-Interview rasches Handeln, um wieder Vertrauen aufzubauen und Wahlerfolge zu erzielen. Gelingt Babler dieser Umschwung nicht, fordert Doskozil personelle Konsequenzen bis hin zu einem Rücktritt.
„Weiter wie bisher“ sei nicht mehr vertretbar
Im ORF-Gespräch erklärte Doskozil seine bisherige Zurückhaltung: Er habe nicht als beleidigter Unterlegener der Obmann-Wahl wahrgenommen werden wollen. Angesichts der aktuellen Lage sei ein einfaches „Weiter wie bisher“ jedoch nicht mehr vertretbar. Laut dem burgenländischen Landeshauptmann belegen interne Umfragen den dramatischen Abwärtstrend der SPÖ, die aktuell nur noch auf 13 bis 14 Prozent komme – mit noch schlechteren Rohdaten. Angesichts dieser Werte sieht er akuten Handlungsbedarf, bezeichnet den Zustand der Partei als „jämmerlich“ und fordert rasche Antworten von der Parteiführung.
„Da ist Feuer am Dach. Das ist jämmerlich, dieser Zustand, und da brauchen wir Antworten.“ Hans Peter Doskozil, Landeshauptmann Burgenland (SPÖ)
Keine deutliche Antwort auf die Frage, ob Doskozil noch einmal gegen Babler antreten würde
Befragt zu einer erneuten Kandidatur gegen Andreas Babler wich Hans Peter Doskozil aus und verwies auf seine Aufgaben im Burgenland. Seine Äußerungen verstand er lediglich als Bestandsaufnahme der aktuellen Lage, eine eigene Antrittsfrage stehe derzeit nicht im Raum. Dennoch wolle er als Landespolitiker die Entwicklung nicht ignorieren, da er mit der derzeitigen Leistung der Bundespartei in keinen kommenden Wahlkampf ziehen möchte.