Bis 30 Kilo Gewicht: Bei Lufthansa-Tochter dürfen große Hunde jetzt in der Kabine mitfliegen
Dürfen große Hunde bald mit in die Kabine statt in den dunklen Frachtraum? Eine Fluggesellschaft aus Italien macht genau das jetzt vor. Die Lufthansa-Tochter Ita Airways lässt nun auch große Hunde in ihren Maschinen mitfliegen.
Grüne Karte für Schäferhund, Dalmatiner und Co.: Ita Airways hat ihr Angebot „Large Dog On Board“ am 3. August gestartet. Hunde bis zu 30 Kilogramm Körpergewicht benötigen damit keine Transportbox mehr in der Passagierkabine. Der Service ist laut der Airline aus Rom ab jederzeit verfügbar.
Vorerst nur auf Inlandsverbindungen: 2 Hunde pro Kabine
Vorerst gilt der neue Service nur auf ausgewählten Inlandsverbindungen und mit striktem Kontingent: Maximal zwei größere Hunde erlaubt Ita Airways in der Startphase pro Flug. Dabei gilt eine Aufteilung von einem Tier bis 30 Kilogramm in der Business-Class und einem Hund bis 15 Kilogramm in der Economy-Class.
Bislang mussten Hunde im Frachtraum sitzen
Große Hunde im Frachtraum könnten bald der Vergangenheit angehören: Ita Airways reagiert auf die vielen Anfragen ihrer Passagiere. Der deutsche Geschäftsführer Joerg Eberhart erklärte, man habe auf die Kundschaft gehört und mache es nun möglich, dass Halter und Vierbeiner auf Flugreisen zusammenbleiben können.
Vier Tage vor Abflug muss reserviert werden
Die Mitnahme ist kostenpflichtig und muss laut Ita mindestens vier Tage vor Abflug telefonisch über das Kundenservicezentrum reserviert und bezahlt werden. Nach den Richtlinien der Luftfahrtbehörde Enac gelten strenge Sicherheitsauflagen: Die Hunde müssen angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Sie reisen auf einem saugfähigen Teppich auf einem Fensterplatz-Bodenbereich, direkt neben ihren Besitzern.
Wenn alles gut läuft, soll auf weitere Strecken ausgeweitet werden
Läuft alles nach Plan, wird das Hunde-Ticket bald auf weitere Strecken und internationale Flüge ausgeweitet. Damit ängstliche Personen oder Allergiker stressfrei reisen, bietet die Fluggesellschaft Plätze zum Ausweichen an. Spannend bleibt der Blick zum Mutterkonzern: An Ita ist Lufthansa mit 41 Prozent beteiligt und will baldmöglichst die Mehrheit übernehmen. Bei den Deutschen selbst bleibt es aber vorerst beim Alten – Lufthansa plant aktuell keine Aufhebung des Kabinenverbots für große Hunde.
Kein eigener Sitz vorgesehen
Sitzt der Hund bald direkt auf dem Nachbarsessel? Die Airline gibt Entwarnung: Ein eigener Sitzplatz ist für die Tiere nicht vorgesehen. Sie reisen am Boden direkt vor dem Fenster auf einer Spezialmatte, während der Besitzer daneben sitzt.