Reaktion auf Risse: Wolf in Osttirol zum Abschuss freigegeben
Die Tiroler Landesregierung hat eine Abschussverordnung für einen Wolf im Bezirk Lienz erlassen. Sichtungen sollen gemeldet werden.
Nach Vorfällen in einem Almgebiet im Gemeindegebiet von Leisach (Osttirol) hat die Tiroler Landesregierung am Freitag eine Abschussverordnung für einen Wolf im Bezirk Lienz erlassen. Die Maßnahme trat direkt mit der Kundmachung in Kraft und ist bis zum Ablauf des 2. September gültig: Wie aus einer offiziellen Aussendung hervorgeht, wurde die betroffene Jägerschaft bereits über die Entscheidung in Kenntnis gesetzt.
Schäden an Nutztierbeständen
Anlass für die behördliche Verordnung sind aktuelle Schäden an Nutztierbeständen. „In einem Almgebiet im Gemeindegebiet von Leisach wurden gestern, Donnerstag, vier tote Schafe aufgefunden, zudem werden mehrere Schafe vermisst. Nach Begutachtung durch den örtlich zuständigen Amtstierarzt besteht der konkrete Verdacht auf einen Wolf als Verursacher“, heißt es in der Mitteilung des Landes.
Appell vom Land
Parallel zur erlassenen Verordnung richtet sich die Behörde an die Öffentlichkeit, um weitere Erkenntnisse über die Präsenz des Wolfes zu gewinnen. Das Land Tirol appelliert an die Bevölkerung Sichtungen von Großraubtieren über das Sichtungsformular auf der Website des Landes Tirol oder direkt an die zuständige Bezirkshauptmannschaft zu melden. Besonders wichtig sei für die fachliche Beurteilung ist Bildmaterial.