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Symbolfoto
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist ein Mann vor einem Fernseher.
Der ORF wehrt sich aktuell gegen eine Darstellung, wonach man zehntausenden Österreichern TV und Radio abdrehen würde.

Schaltet ORF tausenden Österreichern TV und Radio ab?

"Optimierungsmaßnahmen" beim ORF sorgen derzeit für Aufregung vor allem bei der FPÖ. Erst war die Rede von 64.000 betroffenen Österreichern, denen TV und Radio abgedreht würde. Das hat der ORF nun richtig gestellt.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
3 Minuten Lesezeit(526 Wörter)
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64.000 Österreicher sind es laut eines Berichts der „Kronen Zeitung“, die von einer Sparmaßnahme des ORF betroffen sein sollen. Bis Jahresende nimmt man beim Staatsfunk nämlich Kleinstsendeanlagen in Randlagen außer Betrieb, betroffen sind vor allem jene Menschen, die den ORF und Co. noch mittels Antenne empfangen. In mehreren Schritten soll die Abschaltung in acht Bundesländern – alle außer Wien – stattfinden. Wie im Bericht und auch in mehreren Aussendungen der FPÖ seither zu lesen ist, hätten Betroffene daraufhin keinen Zugang mehr zu Notfallinformationen. FPÖ-Mediensprecher und Generalsekretär Christian Hafenecker bezeichnet es etwa als „starkes Stück, das sich der ORF hier leistet“ und als „Skandal“.

ORF möchte mit Optimierung 1,5 Millionen Euro jährlich sparen

Der ORF hat in einer Aussendung nun darauf reagiert und bezeichnet die Behauptung, dass 64.000 Österreichern bis Jahresende TV und Radio abgedreht würde, als „falsch“. Und weiter: „Die Netzabdeckung des ORF-Sendernetzes beträgt 99 Prozent des österreichischen Bundesgebietes und daran wird sich auch durch die geplanten Optimierungsmaßnahmen nichts ändern.“ Auch im Krisenfall sei eine umfassende Versorgung durch das Sendernetz unverändert sichergestellt, versichert man. Gleichzeitig würde man durch die Optimierung rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr nachhaltig einsparen.

„Nur“ in einzelnen, eng begrenzten Gebieten Einschränkungen

Das terrestrische Sendernetz möchte man so einfach wirtschaftlicher führen und nimmt daher „Kleinstsendeanlagen in Randlagen“ außer Betrieb, „die zum größten Teil durch andere Sendeanlagen abgedeckt werden“. Betroffen sind dann nicht zehntausende Personen sondern „wenige hundert Haushalte“, die Änderungen bemerken werden. Und auch hier sei es in den meisten Fällen durch eine Doppelversorgung möglich, einfach auf eine andere Frequenz zu schalten oder einen anderen Empfangsweg zu nutzen. Lediglich in „einzelnen, eng begrenzten Gebieten“ könne es im Zuge der Umstellungen zu Einschränkungen beim Empfang über Antenne oder UKW kommen. Satellit und Streaming seien weiterhin überall verfügbar, versichert man.

Was Betroffene jetzt machen können

Bereits 94 Prozent der Österreicher würden den ORF sowieso schon via Satellit, Kabel oder Streaming empfangen – sechs Prozent demnach über Antenne. Und die allermeisten Haushalte nutzen mehr als einen Empfangsweg, weiß man beim Staatsfunk. Sollte man dennoch von der Umstellung betroffen sein, kann man sich ans ORF-Kundenservice wenden, um eine „individuelle Lösung“ für die jeweilige Situation zu finden, heißt es in der Aussendung des ORF. Das ist entweder telefonisch von Montag bis Samstag von 8 bis 21 Uhr unter 0800 090 010 möglich oder hier online.

FPÖ tobt weiter: „Der ORF wurde erwischt, wie…“

Seitens der FPÖ gibt es jedenfalls weiterhin Kritik. „Der ORF wurde erwischt, wie er einfach Sender abschalten wollte, ohne die betroffenen Menschen darüber zu informieren“, tobt Hafenecker. Und weiter: „Dass sich jetzt all jene, denen der ORF die Antennen abdreht, auch noch aktiv beim ORF deshalb melden müssen, ist auch ein starkes Stück. Es muss umgekehrt sein: Der ORF hat diese Kunden zu informieren und ihnen Lösungen anzubieten, die bei den Betroffenen keine Zusatzkosten verursachen.“ Unklar ist aktuell, ob der ORF im Vorhinein nicht sowieso schon Kontakt mit den Betroffenen aufgenommen hat und auch aktiv eine Lösung anbietet oder angeboten hat.

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