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Das Bild auf 5min.at zeigt einen Waldbrand in Kroatien.
Der Waldbrand in Kroatien hat sich bis in den Touristenort Omis ausgebreitet.

Kroatien: Waldbrand bei Omis fordert Todesopfer und zahlreiche Verletzte

Meterhohe Flammen, zerstörte Häuser und eine dramatische Flucht vor dem Feuer: Der verheerende Waldbrand nahe der kroatischen Touristenstadt Omiš hat ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte gefordert.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
3 Minuten Lesezeit(520 Wörter)
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Am Donnerstag (13. August) begann ein Waldbrand an der kroatischen Küste, der sich innerhalb kürzester Zeit zu einer Katastrophe entwickelte. Starker Wind fachte die Flammen immer wieder an und trieb das Feuer durch die Vegetation rund um den Touristenort Omiš. Häuser, Autos und Boote wurden ein Raub der Flammen, rund 1.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen und Kiefernwald brannten nieder. Besonders schwer traf es außerdem zahlreiche Olivenhaine. Die Feuerwehr kämpfte die gesamte Nacht gegen das Feuer. Erst am Freitagmorgen gelang es den Einsatzkräften mit Unterstützung aus der Luft, den Großbrand unter Kontrolle zu bringen. Mittlerweile ist klar: Die Feuersbrunst forderte nicht nur zahlreiche Verletzte, sondern auch ein Todesopfer, wie die kroatische Rundfunkgesellschaft HRT bekannt gab.

2.000 Menschen mussten ihre Unterkünfte verlassen

Für die Menschen vor Ort waren es bange Stunden. Rund 2.000 Bewohner und Urlauber wurden aus dem Gefahrengebiet gebracht und auf vier Evakuierungszentren verteilt. Viele von ihnen dürften vorerst nicht in ihre Häuser oder Ferienunterkünfte zurückkehren können. Die stellvertretende Bürgermeisterin von Split, Matea Dorčić, erklärte, dass sämtliche verfügbaren Rettungsdienste mobilisiert worden seien. Die Betroffenen würden mit Unterkünften, Lebensmitteln und allem Notwendigen versorgt.

Ein Toter, Verletzte kämpfen mit schweren Verbrennungen

Besonders dramatisch ist die Bilanz bei den Verletzten: Rund 40 Menschen wurden bei dem Brand verletzt, 14 von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Sieben Patienten befinden sich laut HRT in kritischem Zustand. Einige erlitten Verbrennungen an bis zu 60 Prozent ihrer Körperoberfläche. In einer durch die Flammen verwüsteten Wohnsiedlung wurde außerdem ein Todesopfer entdeckt.

Auch Urlauber sollen Unterstützung erhalten

Am Freitag machte sich Kroatiens Ministerpräsident Andrej Plenković vor Ort ein Bild von den Schäden. Er kündigte Unterstützung für die betroffene Bevölkerung an. Hilfe soll es auch für ausländische Urlauber geben, deren Ferien durch das Feuer abrupt beendet wurden. Das kroatische Außenministerium soll Betroffene unter anderem dabei unterstützen, Kontakt mit ihren Botschaften aufzunehmen, neue Reisedokumente zu erhalten und die Heimreise zu organisieren. Wie es zu dem verheerenden Feuer kommen konnte, ist derzeit noch nicht klar. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

Weitere Waldbrände halten Dalmatien in Atem

Am Freitag brachen auch in anderen Teilen der kroatischen Küstenregion Feuer aus. In der Nähe von Zadar standen laut HRT Olivenhaine und Kiefernwälder in Flammen, außerdem kämpften Einsatzkräfte auf der Halbinsel Pelješac gegen einen größeren Waldbrand. Das steile und teilweise kaum zugängliche Gelände erschwerte dort die Löscharbeiten. Immerhin konnte die Feuerwehr einen Brand bei Ninski Stanovi am Freitagabend gegen 20 Uhr unter Kontrolle bringen. Einsatzkräfte blieben dennoch über Nacht vor Ort. Fast zeitgleich wartete bereits der nächste Einsatz: Oberhalb von Brbinj auf der Insel Dugi Otok brach ein Flächenbrand aus. Auch in Bili Brig und auf der Insel Ugljan wurden Wald- und Buschbrände gemeldet. Damit bleibt die Waldbrandsituation in Dalmatien angespannt – während rund um Omiš für viele Betroffene nun erst das ganze Ausmaß der Zerstörung sichtbar wird.

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