Neuer Bergungsversuch: Taucher steigen 162 Meter zu Flugzeugwrack ab
Nach dem gescheiterten Versuch mit einem Tauchroboter soll die Bergung des abgestürzten Kleinflugzeugs im Attersee heute weitergehen. Zwei Spezialtaucher sollen das Wrack in rund 162 Metern Tiefe für die Bergung vorbereiten.
Nach mehreren schwierigen Einsatztagen gibt es am Montag einen neuen Anlauf, das abgestürzte Kleinflugzeug aus dem Attersee zu bergen. Die Maschine liegt in rund 162 Metern Tiefe. Zwei Spezialtaucher sollen nun dort ansetzen, wo der bisher eingesetzte Tauchroboter an seine Grenzen stieß. An Bord des Flugzeugs befanden sich eine Flugschülerin und ihr Fluglehrer. Beide kamen bei dem Absturz ums Leben.
Spezialtaucher sollen Bergung vorbereiten
Die zentrale Herausforderung besteht weiterhin darin, das Wrack sicher mit Bergeleinen zu verbinden. Genau das war beim bisherigen Versuch nicht gelungen. Der ferngesteuerte Roboter konnte keine geeignete Möglichkeit finden, eine Leine zuverlässig am Flugzeug anzubringen. Nun sollen zwei erfahrene Spezialtaucher diese Aufgabe übernehmen. Sie waren bereits am Samstagabend im Bereich des Attersees eingetroffen und sollen am Montagvormittag zum Wrack absteigen.
Einsatz in extremer Tiefe
Der Tauchgang ist eine besondere Herausforderung: Das Flugzeug befindet sich mehr als 160 Meter unter der Wasseroberfläche. Herkömmliche Taucheinsätze sind in solchen Tiefen nicht möglich, weshalb für die Bergung Spezialisten mit entsprechender Ausrüstung notwendig sind. Gelingt es, die Bergeleinen am Wrack anzubringen, soll die Maschine anschließend kontrolliert aus dem See gehoben werden. Dabei müssen die Einsatzkräfte besonders vorsichtig vorgehen.
Roboter-Versuch am Samstag gescheitert
Am Wochenende war bereits versucht worden, das Flugzeug mithilfe eines ferngesteuerten Geräts für die Bergung vorzubereiten. Die schwierige Lage des Wracks machte den Einsatz jedoch äußerst kompliziert. Unterhalb der Maschine konnte der Roboter nicht positioniert werden, auch an anderen Bereichen fanden sich keine geeigneten Ansatzpunkte. Zusätzlich erschwerten die Wetterbedingungen die Arbeiten. Der Bergungsversuch wurde am Samstagnachmittag schließlich beendet. Ob der neue Tauchgang am Montag erfolgreich sein wird, soll sich im Laufe des Tages zeigen. Erst wenn das Flugzeug geborgen werden kann, ist eine genauere Untersuchung des Wracks möglich. Diese könnte weitere Hinweise auf die Ursache des tödlichen Absturzes liefern.