Insolvenz bei Hellweg: Aus für vier weitere Baumärkte
Nach den Filialen in Graz-Raaba und Fürstenfeld sollen nun auch die verbleibenden vier Hellweg-Standorte geschlossen werden. 116 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs.
Im Sanierungsverfahren der HELLWEG Die Profi-Baumärkte GmbH geht es Schlag auf Schlag: Nachdem bereits Mitte August die Schließung der Standorte Graz-Raaba und Fürstenfeld beantragt wurde, folgte nun der nächste schwere Schritt. Der Sanierungsverwalter hat in Abstimmung mit dem Unternehmen beim Landesgericht Linz einen Antrag auf insolvenzgerichtliche Schließung der verbleibenden vier Standorte gestellt.
Diese Filialen sind vom Schließungsantrag betroffen:
- Steiermark: Graz-Eggenberg
- Oberösterreich: Ried im Innkreis und Kirchdorf an der Krems
- Salzburg: Straßwalchen
Ausgenommen von der unmittelbaren Schließung sind lediglich die Bereiche Marktleitung und Brandschutz, um die Sicherheit der Objekte während der Abwicklung zu gewährleisten. Die rund 116 betroffenen Mitarbeiter wurden bereits über den Schritt informiert.
Hoffnung auf Investor und Job-Rettung
Die Schließung ist Teil einer angestrebten Investorenlösung. Wie das Unternehmen mitteilt, laufen im Hintergrund weiterhin Verhandlungen mit einem potenziellen Investor. Das Ziel dieser Gespräche ist es, die vier Standorte mit neuem Warenbestand fortzuführen und die Beschäftigten zu übernehmen. Ein finales Ergebnis liegt bisher jedoch noch nicht vor, konkrete Namen zum Interessenten werden aufgrund der laufenden Verhandlungen nicht genannt.
165 Beschäftigte
Das Sanierungsverfahren über die österreichische Hellweg-Tochter wurde Ende Juni 2026 eröffnet, nachdem die Muttergruppe in Deutschland zuvor ein analoges Verfahren eingeleitet hatte. Zu Beginn betrieb die Kette sechs Baumärkte in Österreich mit 165 Beschäftigten.