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/ ©Parlamentsdirektion/​Thomas Jantzen
Foto auf 5min.at zeigt HC Strache
Heinz-Christian Strache in seiner Zeit als Bundespolitiker.

Strache emotional: „Hätte mir eines niemals vorstellen können…“

Emotional wie selten zeigt sich Heinz-Christian Strache nun in einem Facebook-Posting, in dem er von seinem Parteiausschluss schreibt und davon, sich im Stich gelassen gefühlt zu haben.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(373 Wörter)
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In dem Posting möchte er etwas klarstellen, da er von Freunden „immer wieder“ darauf angesprochen werde. Nämlich dass die für ihn bereits 2007 beschlossene Risiko-, Erlebens- und Ablebensversicherung nach seinem Rücktritt im Mai 2019 nicht ausbezahlt worden sei. „Auch meine Anwaltskosten wurden ab Juni 2019 nicht übernommen“, meint er weiter. Dabei wählt er klare Worte gegen seine alte Partei. Und das hat auch seine Gründe, wie er erklärt: „Nach mehr als 15 Jahren als Obmann der FPÖ Wien und mehr als 14 Jahren als Bundesparteiobmann hätte ich mir eines niemals vorstellen können: Dass man mich nach meinem Rücktritt und der späteren Hausdurchsuchung einfach so im Stich lässt. Doch genau das ist leider geschehen.“

Strache: „Hat mich menschlich tief getroffen“

Unterstützung sei ihm verweigert worden, am Ende sei er sogar aus jener Partei ausgeschlossen worden, „der ich einen großen Teil meines Lebens, meiner Kraft und meines politischen Wirkens gewidmet habe“, so der ehemalige FPÖ-Chef und damalige Vizekanzler. Das hätte ihn „menschlich tief getroffen“, meint er weiter.

„Meine freiheitliche Familie hätte ich aus freien Stücken niemals verlassen“

Nun möchte er vor allem eines: Mit einer Legende aufräumen. Und zwar mit jener, dass er „seine“ freiheitliche Familie verlassen hätte. Erst nachdem man ihn im Stich gelassen und im Dezember 2019 ausgeschlossen hätte, sei er seinen eigenen Weg gegangen. „Nicht weil ich gehen wollte. Sondern weil andere entschieden hatten, dass für mich kein Platz mehr sein sollte. Meine freiheitliche Familie hätte ich aus freien Stücken niemals verlassen.“

Strache: „Habe mein inneres Glück gefunden“

Nach all der Enttäuschung darüber, was damals geschehen ist, könne er heute aber sagen, dass er seinen Frieden damit geschlossen hat. Strache dazu: „Ich habe mein inneres Glück gefunden und gelernt, nach vorne zu schauen, ohne die Vergangenheit verdrängen zu müssen. Dafür bin ich heute von Herzen dankbar.“

„Manches im Leben kann man nicht mehr ändern. Aber man kann entscheiden, ob man daran zerbricht oder seinen Frieden findet und seinen Weg weitergeht. Ich habe mich für meinen Weg und für den Frieden entschieden.“

Heinz-Christian Strache

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