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/ ©Fotomontage: Canva
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist ein Vater mit einem Kind, im Hintergrund leicht verschwommen Geld.
Bundeskanzler Christian Stocker hat im ORF-Sommergespräch eine neue Sparidee vorgestellt.

Neue Sparidee: Kanzler Stocker möchte Kindern „echte Zukunftschancen“ geben

Als "Sparmodell der nächsten Generation" hat Bundeskanzler Christian Stocker im ORF-Sommergespräch am Montag, 31. August 2026, seine Idee eines "Zukunftsdepots" vorgestellt.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
3 Minuten Lesezeit(524 Wörter)
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Für Bundeskanzler Christian Stocker ist klar: „Wer arbeitet und jeden Tag seinen Beitrag leistet, soll sich in Österreich auch wieder etwas aufbauen können.“ Eigentum zu schaffen, Vermögen aufzubauen und für die eigene Zukunft vorzusorgen müsse wieder leichter möglich sein. Dazu hat er im ORF-Sommergespräch einen so genannten „Zukunftsdepot“ vorgestellt. Mit diesem soll bereits bei der nächsten Generation der Grundstein gelegt und Kindern die Chance gegeben werden, frühzeitig und langfristig Vermögen aufzubauen, so die Hoffnung und der Plan des Kanzlers.

„Ich will, dass Österreich zu einem Land der Eigentümer wird“

Das Zukunftsdepot soll langfristiges Sparen am Kapitalmarkt wieder attraktiver machen. Die Idee des Sparens möchte er so ins 21. Jahrhundert holen. „Ich will, dass Österreich zu einem Land der Eigentümer wird. Die Menschen sollen sich durch ihre eigene Leistung wieder etwas aufbauen und für ihre Zukunft vorsorgen können“, so Stocker weiter. Mit dem Zukunftsdepot möchte man dafür eine neue Möglichkeit schaffen. „Statt Geld nur auf die Seite zu legen, soll es langfristig investiert werden und über die Jahre wachsen können. So machen wir es leichter, Schritt für Schritt Vermögen aufzubauen.“

Bild auf 5min.at zeigt Christian Stocker im Nationalrat.
©Parlamentsdirektion/Thomas Topf
Bundeskanzler Christian Stocker hat einen möglichen „Zukunftsdepot“ vorgestellt.

Zukunftsdepot: Vermögen kann vom Kind steuerfrei entnommen werden

Dabei soll man für jedes Jahr unter 18 Jahren künftig bei teilnehmenden Banken bis zu 5.000 Euro pro Jahr einzahlen können. Und bis zum 18. Geburtstag soll in den Zukunftsdepots auch keine Kapitalertragsteuer anfallen. „Danach steht dem Kind das bis dahin aufgebaute Vermögen zur Verfügung und kann steuerfrei entnommen werden“, so die Idee des Kanzlers. Heißt: Auf die erzielten Kapitalerträge fällt bei der Entnahme eben keine Steuer von 27,5 Prozent an. Stocker gibt auch noch drei Beispiele, die zeigen sollen, wie das funktioniert und was das bringen könnte.

Drei Beispiele für das Zukunftsdepot:

  • Beispiel 1: Man legt 150 Euro im Monat an – also rund 1.800 Euro im Jahr. Bis zum 18. Geburtstag kommt man bei durchschnittlicher Rendite auf 63.000 Euro, durch die Steuerbefreiung erspart man sich außerdem rund 8.500 Euro.
  • Beispiel 2: 50 Euro im Monat, 600 Euro im Jahr; bis zum 18. Geburtstag bei durchschnittlicher Rendite 21.000 Euro am Konto – durch Steuerbefreiung Ersparnis von rund 2.800 Euro
  • Beispiel 3: Höchstbeitrag von 5.000 Euro im Jahr; bis zum 18. Geburtstag bei durchschnittlicher Rendite rund 175.000 Euro am Konto – durch Steuerbefreiung Ersparnis von rund 23.700 Euro

Stocker spricht von „echten Zukunftschancen für unsere Kinder“ durch Zukunftsdepot

„Aus monatlich relativ kleinen Beträgen können über die Jahre große Chancen werden. Mit
dem Zukunftsdepot können Eltern ihren Kindern einen finanziellen Grundstock mitgeben –
für eine Ausbildung, die Gründung eines Unternehmens oder die Anzahlung für das erste
Eigenheim“, meint Stocker, der abschließend hofft, dass man so „echte Zukunftschancen für unsere Kinder und die nächsten Generationen“ schaffen würde.

„Wollen junge Menschen dazu ermutigen, selbst weiter zu investieren“

Die Umsetzung soll dabei durch das Familienministerium unter Ministerin Claudia Bauer gemeinsam mit dem Finanzministerium und Minister Markus Marterbauer erfolgen, heißt es gegenüber 5 Minuten. Familienministerin Bauer dazu: „Familien wollen ihren Kindern etwas mitgeben und den bestmöglichen Start ins Erwachsenenleben ermöglichen. Mit dem Zukunftsdepot schaffen wir eine neue Möglichkeit, langfristig zu investieren und Vermögen aufzubauen. Wer über viele Jahre für die Zukunft seiner Kinder spart, soll dabei nicht vom Staat zur Kasse gebeten werden. So kann bis zum 18. Geburtstag ein finanzielles Fundament für den Führerschein, eine Ausbildung oder das erste Eigenheim entstehen.“ Und auch danach soll dem Familienministerium zufolge nicht Schluss sein. Bauer abschließend: „Wir wollen junge Menschen dazu ermutigen, selbst weiter zu investieren und langfristig Vermögen aufzubauen.“

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 31.08.2026 um 23:26 Uhr aktualisiert
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