6-Zentimeter-Hagel, heftiger Starkregen: Das war der Gewitter-Sommer 2026
Die Sommermonate haben sich mit einer regelrechten Winterlandschaft im Salzburger Wagrain verabschiedet. Was aber hat sich sonst noch so im Juni, Juli und August getan? Wir haben hier für euch eine Zusammenfassung.
Ein Sommer ohne die ganz großen Gewitter hat am 31. August 2026 mit einem Knall Abschied genommen. Einige Gewitter sind dabei durchs Land gezogen, besonders intensiv hat es Wagrain (Pongau, Salzburg) und die Umgebung getroffen. In Wagrain ist zwischenzeitlich etwa eine bis zu 20 Zentimeter hohe Hagelschicht gelegen. Auch der Schneepflug musste anrücken, um der Massen Herr zu werden und um diese von der Straße entfernen zu können. Alles dazu könnt ihr auch hier nachlesen: Zentimeterhoch: Schneepflug nach Hagelunwetter in Salzburg im Einsatz.
Besonders großer Hagel etwa in Niederösterreich und in Kärnten
Apropos Hagel: Neben den enormen Hagelmengen, die es zum Sommerabschluss in Wagrain gegeben hat, hat es dieses Jahr vereinzelt auch besonders große „Events“ gegeben. So wurden am 30. Juni etwa im Raum Groß Gerungs (Niederösterreich) Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern beobachtet. Diese haben laut österreichischer Unwetterzentrale etwa Photovoltaikanlagen und Dächer beschädigt. Am 14. Juni wurden bei Eberndorf (Kärnten) Hagelkörner mit bis zu fünf Zentimetern Durchmesser registriert.
Rund 840.000 registrierte Blitze in den Sommermonaten
Dass der Sommer insgesamt aber ungewöhnlich „gewitterarm“ verlaufen ist, zeigt sich vor allem an den Blitzen, wie die österreichische Unwetterzentrale nun berichtet. Insgesamt sind in den drei Sommermonaten (Juni bis August) rund 840.000 Blitze registriert worden. Nur im Vorjahr seien seit 2016 noch weniger Blitze gezählt worden, erklären die Experten. Vergleicht man das mit besonders blitzreichen Jahren, wurden im Jahr 2017 etwa knapp 1,86 Millionen und im Jahr 2024 immerhin noch mehr als 1,5 Millionen Entladungen gezählt. Die meisten Blitze hat es in den 2026er-Sommermonaten jedenfalls in der Steiermark mit über 228.000 gegeben – gefolgt von Oberösterreich (über 159.000), Niederösterreich und Kärnten (jeweils mehr als 112.000).
Besonders kräftige Blitze in Vorarlberg, Kärnten und Oberösterreich
Gewitterarm bedeutet jedoch nicht, dass es keine kräftigen Gewitter gab, wie weiter oben beim Hagel bereits ersichtlich. So wurde der stärkste Blitz etwa am 16. Juli um 23.07 Uhr in Schwarzenberg (Vorarlberg) registriert. Dieser hatte eine Stromstärke von 319,2 Kiloampere. Dahinter folgen Radenthein (Kärnten) mit 273,2 Kiloampere und Lasberg (Oberösterreich) mit 266,9 Kiloampere.
Wie bereitest du dich auf Gewitter vor?
In 10 Minuten! 47,9 Liter pro Quadratmeter Regen in burgenländischer Gemeinde
Und auch das ein oder andere Regenereignis hatte es regional durchaus in sich. „Die höchste gemessene 10-Minuten-Regenmenge des Sommers gab es am 1. Juli in Neudorf bei Landsee im Burgenland: Dort kamen innerhalb von nur zehn Minuten 47,9 Liter pro Quadratmeter zusammen“, wissen die Meteorologen. Ebenfalls sehr regenreich war jenes Ereignis in Puchberg am Schneeberg (Niederösterreich) am 20. Juni mit 28,2 Litern in zehn Minuten oder jenes am 29. Juni in Vöcklabruck (Oberösterreich) mit 27,9 Litern in der selben Zeit.
„Blitzarmer Sommer ist nicht automatisch ein unwetterarmer Sommer“
Die österreichische Unwetterzentrale zieht abschließend noch ein Fazit. Insgesamt zeigt sich für den Sommer 2026 nämlich: „Ein blitzarmer Sommer ist nicht automatisch ein unwetterarmer Sommer. Selbst wenn Gewitter insgesamt seltener auftreten, können einzelne Gewitter weiterhin mit extremem Starkregen, großem Hagel oder schweren Sturmböen einhergehen.“