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/ ©Fotomontage: Otto Reder & Gottfried Jocham
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt die schwarzbäuchige (rechts) und die südrussische Tarantel.
Die Südrussische (links) und die Schwarzbäuchige Tarantel krabbeln nun wieder aus ihren "Löchern" hervor.

Tarantel-Zeit beginnt: Was du tun sollst, wenn du diese Riesen-Spinnen siehst

Ab September ist die Zeit der Südrussischen und der Schwarzbäuchigen Tarantel. Der Naturschutzbund hat jetzt eine Bitte an all jene Menschen, die eine der beiden großen Spinnenarten sehen sollten.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
3 Minuten Lesezeit(559 Wörter)
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Deutlich häufiger in Siedlungsnähe werden sich ab September Exemplare der Südrussischen und der Schwarzbäuchigen Tarantel aufhalten. Der Grund dafür ist ein einfacher: Laut Naturschutzbund sind die Männchen auf Partnersuche. „Besonders an milden Herbsttagen sind sie viel unterwegs und verirren sich dabei in Garagen, Gärten oder Häuser“, so die Experten. Aber nicht nur die Männchen sind im Herbst gern unterwegs, auch die Weibchen machen sich auf Wanderschaft. Sie suchen nämlich geeignete Winterquartiere. Und bei der Suche nach einem passenden Unterschlupf für die kalte Jahreszeit kann es auch passieren, dass sie sich verlaufen und sie in Häuser oder Wohnungen gelangen. Wir haben im Vorjahr über einen solchen Fall berichtet: Frau findet Riesen-Spinne: „Komm bitte nicht mehr in unser Haus“.

Hast du Angst vor Spinnen?

Ja! Die soll mir auf keinen Fall zu nahe kommen.
Nein – warum denn auch.

„Von den beiden Achtbeinerinnen geht keine Gefahr aus“

Sollte sich doch eine der großen Spinnenarten irgendwo verirren, wo man sie lieber nicht haben würde, bittet der Naturschutzbund darum, sie nicht zu töten. „Von den beiden Achtbeinerinnen geht keine Gefahr aus“, versichern die Experten. Am besten bringt man sie in einem Glas oder einem ähnlichen Behältnis wieder zurück ins Freie. Carolina Trcka-Rojas vom Naturschutzbund hat im Vorjahr im Gespräch mit 5 Minuten dazu geraten, die Südrussische Tarantel etwas weiter weg vom eigenen Haus wieder freizulassen. Denn: „Sie erinnert sich nämlich, wo sie ins Haus reingegangen ist.“ Bei einer Begegnung im Freien dagegen sollten sie bestenfalls nicht gestört und schon keinesfalls mit nach Hause genommen werden. Sie sind nämlich stark von ihrer natürlichen Wanderbewegung abhängig und können durch einen unnatürlichen Ortswechsel schnell die Orientierung verlieren.

Die Südrussische Tarantel

Die Südrussische Tarantel hat eine Körperlänge von bis zu vier Zentimeter und ist damit die größte Spinne Mitteleuropas. Sie bevorzugt warme, sandige Lebensräume mit spärlicher Vegetation. Außerdem ist sie auch häufig an Gewässerufern anzutreffen und dementsprechend hervorragend an diese Umgebung angepasst. Vorkommen in Österreich sind von der ungarischen Grenze im Burgenland über Wien bis zur tschechischen Grenze im niederösterreichischen Weinviertel bekannt. 2024 wurde erstmals auch ein Nachweis aus der Steiermark erbracht: Spinnen-Alarm: Südrussische Tarantel erstmals in der Steiermark gesichtet.

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt die Südrussische Tarantel in freier Wildbahn.
©naturbeobachtung.at / Astrid Mosser
Die Südrussische Tarantel wurde auch dieses Jahr schon das ein oder andere Mal gesichtet und abgelichtet.

Die Schwarzbäuchige Tarantel

Die Schwarzbäuchige Tarantel kann eine Körperlänge von bis zu zweieinhalb Zentimetern erreichen und bevorzugt warme und trockene Regionen. Sie lebt vor allem auf vegetationsarmen Flächen mit sandigen oder steinigen Böden. Ihre nördliche Verbreitungsgrenze ist im Süden Österreichs. Dementsprechend ist sie hierzulande vor allem im Burgenland, der Steiermark und in Kärnten zu finden.

Bild auf 5min.at zeigt die schwarzbäuchige Tarantel.
©Naturschutzbund/Gerd Kupper
Die Schwarzbäuchige Tarantel bevorzugt trockene Regionen.

„Handy zücken, Fotos machen und ganz einfach hochladen“

Die Experten bitten nun all jene Menschen darum, die eine der beiden Spinnen sehen, sie über die Onlineplattform naturbeobachtung.at oder die gleichnamige App zu melden. Diese würde nämlich wichtige Erkenntnisse über den Ist-Zustand und die Entwicklung liefern: „Hier können Sichtungen der beiden Taranteln hochgeladen werden, die anschließend von ExpertInnen bestimmt bzw. bestätigt werden.“ Trcka-Rojas rät im Gespräch mit 5 Minuten dazu, Fotos von möglichst nahe, so scharf wie möglich und aus mehreren Winkeln zu machen. Abschließend heißt es seitens der Experten noch: „Also Handy zücken, Fotos machen und ganz einfach hochladen. Jedes Bild zählt.“

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