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Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Das AMS
311.448 Menschen in Österreich sind derzeit arbeitslos. Frauen sind stärker betroffen.

Arbeitslosigkeit steigt weiter: So viele Österreicher sind aktuell ohne Job

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist auch im August weiter gestiegen. Gleichzeitig nahm die Beschäftigung zu. Besonders stark betroffen sind Frauen und Langzeitbeschäftigungslose.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(435 Wörter)
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Ende August waren in Österreich 311.448 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 3,3 Prozent gegenüber August 2025. Die Register-Arbeitslosenquote lag bei 7,2 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Rechnet man die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an AMS-Schulungen hinzu, waren insgesamt 375.730 Personen auf Jobsuche oder in einer Schulungsmaßnahme. Das sind 8.610 Menschen beziehungsweise 2,3 Prozent mehr als im August des Vorjahres. Gleichzeitig entwickelte sich die Beschäftigung positiv: Im Vergleich zum Vorjahr gibt es rund 10.000 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse.

Frauen stärker betroffen

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zeigt sich in allen Altersgruppen und in sämtlichen Bundesländern. Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei Frauen aus: Ihre Arbeitslosigkeit stieg im August um 6,3 Prozent. Bei Männern betrug der Anstieg hingegen lediglich 0,7 Prozent. Bei Jugendlichen stagnierte die Arbeitslosigkeit zuletzt weitgehend. Ende August gab es 98 arbeitslose Jugendliche mehr als im Vorjahr – ein Plus von 0,3 Prozent.

Lehrstellenlücke wird größer

Auch am Lehrstellenmarkt zeigt sich eine angespannte Situation. Die Zahl der beim AMS gemeldeten, sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden stieg um 3,8 Prozent beziehungsweise 422 Personen. Gleichzeitig ging die Zahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen um 1.121 Stellen zurück. Damit beträgt die Lehrstellenlücke derzeit 5.286 Stellen.

Immer mehr Langzeitbeschäftigungslose

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei jenen Menschen, die bereits seit längerer Zeit ohne Beschäftigung sind. Ende August waren 105.169 Personen seit mindestens einem Jahr beim AMS vorgemerkt. Das sind 11.477 Menschen beziehungsweise 12,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit entfällt bereits rund ein Drittel (34 Prozent) aller arbeitslos vorgemerkten Personen auf Langzeitbeschäftigungslose. Auch die Zahl der sofort verfügbaren offenen Stellen ist rückläufig. Ende August waren beim AMS 79.769 offene Stellen gemeldet . 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig wurden im August allerdings 10,9 Prozent mehr neue offene Stellen beim AMS gemeldet als im August 2025.

Green Jobs als Chance

Eine mögliche Perspektive sieht das Sozialministerium in sogenannten Green Jobs. Ende August waren beim AMS österreichweit 12.896 sofort verfügbare Stellen in klimarelevanten Berufen gemeldet. Das entspricht rund 16,2 Prozent aller beim AMS gemeldeten offenen Stellen. Diesen standen 19.929 arbeitslos vorgemerkte Personen gegenüber. Der Stellenandrang lag damit bei 1,5 Personen pro offener Stelle. Im Vergleich zum gesamten Arbeitsmarkt sind die Chancen auf eine neue Beschäftigung in klimarelevanten Berufen damit deutlich höher. „Der Klimawandel verändert die Wirtschaft – und damit auch den Arbeitsmarkt. Zugleich eröffnet die Transformation hin zur Klimaneutralität neue Beschäftigungschancen“, erklärt Sozial- und Arbeitsministerin Korinna Schumann. Mit dem Arbeitsmarkt-Transformationsfonds sollen Menschen jene Qualifizierungen erhalten, die für neue Berufe und Tätigkeiten im Zuge der klimatischen Transformation benötigt werden.

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