Tödlicher Absturz beim Attersee: Wie die Ermittlungen nun weitergehen
Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in den Attersee laufen die Ermittlungen weiter. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes rechnet damit, den Abschlussbericht innerhalb eines Jahres vorzulegen.
Am 26. August 2026 stürzte eine Tecnam P2002-JF der Salzburger Flugschule Skygate Aviation Academy in den Attersee. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen OE-CLJ verschwand gegen 11.24 Uhr vom Radar. Zwei junge Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. 5 Minuten berichtete: Mit Propellermaschine in den Tod gestürzt: Opfer sollen Fluglehrer (24) und Schüler (19) sein. Die Bergung des Wracks gestaltete sich aufgrund der großen Tiefe schwierig. Erst am 31. August konnte das Flugzeug aus knapp 170 Metern Tiefe geborgen werden. Seitdem befindet es sich in der Sicherstellungshalle der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB).
Experten untersuchen Unglücksursache
Nun konzentrieren sich die Untersuchungen auf die Frage, warum die Maschine abgestürzt ist. Die SUB arbeitet dabei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Wels und einem vom Gericht bestellten Sachverständigen. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle war bereits mit zwei Untersuchungsbeauftragten vor Ort. Je nach Bedarf sollen weitere Fachleute hinzugezogen und das Untersuchungsteam erweitert werden. Erste Indizien hatten bereits darauf hingedeutet, dass Trudeln eine mögliche Rolle beim Absturz gespielt haben könnte. Ob dies tatsächlich die Ursache war, soll die laufende Untersuchung klären.
Abschlussbericht soll innerhalb eines Jahres kommen
Viele Fragen zum Unglück werden daher erst mit dem endgültigen Untersuchungsbericht beantwortet werden können. Nach den Empfehlungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO soll ein Abschlussbericht möglichst rasch, idealerweise innerhalb eines Jahres, veröffentlicht werden. Auch im Fall des Attersee-Absturzes will sich die SUB an diesen Zeitrahmen halten. Auf Anfrage von Austrian Wings teilte die Behörde mit, sie sei bemüht, den Abschlussbericht „im empfohlenen Zeitraum (binnen eines Jahres)“ zu veröffentlichen. Die Dauer hängt allerdings vom Umfang der Untersuchungen ab. Neben der technischen Begutachtung des Flugzeugs müssen auch weitere Spuren und Erkenntnisse ausgewertet werden.