„Super El Nino“ vor der Tür: Was das für Österreich bedeuten könnte
Ein kräftiges El Nino Ereignis steht in den kommenden Monaten bevor. Die Weltorganisation für Meteorologie und auch die UNO warnen vor Auswirkungen in aller Welt. Was aber bedeutet das für Österreich? Wir haben nachgefragt.
El Nino ist ein in der Regel alle zwei bis sieben Jahre natürlich auftretendes Wetterphänomen, das vor allem die Regionen im und um den südlichen und zentralen Pazifik betrifft. Dabei steigen die Meeresoberflächentemperaturen an, in der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Klaus Haslinger von der GeoSphere Austria hat nun gegenüber 5 Minuten verraten, wie es rund um El Nino in den kommenden Monaten aussieht und ob auch für Österreich Auswirkungen zu erwarten sind.
Peak der Meerestemperaturen im November erwartet
„Im Moment sind wir gerade in der ‚Aufbauphase‘ des El Nino, der Höhepunkt wird im Winter erwartet“, erklärt der Experte auf Nachfrage. Die Wassertemperaturen in einem gewissen Bereich des tropischen Pazifiks, der herangezogen wird, um El Nino bzw. La Nina Zustände abzubilden, liegen jetzt schon deutlich über den Normalwerten. Ab einer Anomalie von plus zwei Grad der Meeresoberflächentemperaturen spricht man von einem „Super El Nino“. Diese Werte sind bereits deutlich übertroffen, der Peak wird allerdings erst für November erwartet. Da könnte die Anomalie laut aktuellen Vorhersagen bei bis zu plus vier Grad liegen.
El Nino-Auswirkungen auch auf Mitteleuropa?
Wir wollten nun eben auch wissen, ob für Österreich und Mitteleuropa allgemein ebenfalls Auswirkungen zu erwarten seien. Haslinger gegenüber 5 Minuten dazu: „Das ist schwierig vorherzusagen. Generell sind die Auswirkungen in Mitteleuropa gering, wenn überhaupt nachweisbar. Manchmal kann man ein Signal feststellen. Wenn das der Fall ist, dann wird der Winter in Nord- und Mitteleuropa eher milder und feuchter, im Süden trockener.“ Die größten Auswirkungen seien jedenfalls in den Tropen zu erwarten, weiß der GeoSphere Austria-Experte. Diese reichen übrigens von Überschwemmungen, über Dürren bis hin zu Hitzewellen. Die extreme Hitze und Dürre im Sommer 2026 in Österreich hat übrigens nichts mit dem bevorstehenden El Nino-Ereignis zu tun, versichert Haslinger abschließend.