Kosten verdreifacht: Post-Kunden sind verärgert
Ein schneller Briefversand mit der Österreichischen Post ist seit 1. August deutlich teurer geworden: Der Aufpreis für den Premium-Service stieg von 0,30 auf 0,90 Euro.
Der Eilversand für Briefe hat sich bei der Österreichischen Post seit Anfang August drastisch verteuert. Die Gebühren für die Zusatzoption Premium von 0,30 Euro sind auf nunmehr 0,90 Euro pro Sendung gestiegen. Das sorgt für ordentlich Ärger bei vielen Kundinnen und Kunden, wie die „Krone“ berichtet.
Hotelier mit Briefen an Stammgäste
Ein Hotelier macht seinem Unmut in der „Krone“ Luft: Seine jährliche Stammgäste-Post wurde wegen der teureren Premium-Option plötzlich zum Kostenfresser. Der Preis habe sich immerhin verdreifacht. Mit seinem Frust steht er nicht allein da. Ein 78-jähriger Senioren-Stammkunde aus Linz schließt sich der Kritik an und prangert an, dass die Post die Erhöhung heimlich, still und leise durchgezogen habe.
78-Jähriger Linzer zeigt sich ebenfalls empört
Allgemeine Teuerungen sei man laut dem Senioren zwar gewohnt, doch der Sprung beim Eilversand schieße den Vogel ab, so der Senior gegenüber dem Blatt. Was ihn zusätzlich erzürnt: Weder in den Post-Broschüren für Sammler noch an anderer Stelle gab es vorab einen Hinweis auf die Preissteigerung.
Post nennt sinkende Nachfrage als Ursache für teurere Gebühr
Gegenüber der „Krone“ räumte das Unternehmen die Anhebung des Zusatzentgelts für den Schnellversand am Folgetag ein. Als Ursache für die höheren Gebühren nennt die Post die anhaltend sinkende Nachfrage nach der klassischen Briefpost. Angesichts eines Einbruchs der Briefmengen um 60 Prozent seit 2008 sieht sich der Konzern zu diesem Schritt veranlasst. Da nur noch etwa zehn Prozent der Postkundschaft den Eilversand nutzt, fällt die Tarifanpassung seit August umso deutlicher aus: Für die schnelle Zustellung muss mit 90 statt bisher 30 Cent pro Brief nun das Dreifache hingelegt werden.