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/ ©Fotomontage: Canva
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist ein Vater mit einem Kind, im Hintergrund leicht verschwommen Geld.
Einige wenige Bezugsberechtigte haben ihre "Schulstartklar!"-Gutscheine verkauft.

150-Euro-Gutscheine verkauft: Ministerin tobt, sperrt sie sofort

Jedes halbe Jahr bekommen zehntausende Familien in Österreich 150-Euro-Gutscheine für ihre Schulkinder. Unter ihnen sind aber Jahr für Jahr wieder schwarze Schafe, die diese verkaufen wollen. Das Sozialministerium reagiert nun.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(315 Wörter)
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Im Herbst und im Frühjahr, jeweils zum Semesterstart in Österreichs Schulen, schickt das Sozialministerium 150-Euro-Gutscheine an jeweils an die 50.000 Kinder aus. Diese laufen unter dem Namen „Schulstartklar!“ (im Herbst) und „Schulstartplus!“ (im Frühling) und sind vor allem für Schulartikel und Co. gedacht. Alles zur diesjährigen Schulstart-Aktion könnt ihr übrigens auch hier nachlesen: 150 Euro im August: Zehntausende Briefe trudeln ein, bringen Bonus.

Gehen deine Kinder noch in die Schule?

Ja.
Nein, sind erwachsen.
Nein, sind zu klein.
Ich hätte gerne Kinder.
Ich habe keine Kinder.

Bonus-Bezieher verkaufen Gutscheine online

Während die Gutscheine eben eigentlich für betroffene Familien gedacht sind, die Mindesthilfe beziehen, und dementsprechend den Kindern so Schulartikel ohne große Extra-Ausgaben kaufen könnten, sind in den letzten Tagen in sozialen Medien wieder Postings aufgetaucht. In diesen werden die Gutscheine zum Verkauf angeboten, wie „Heute“ berichtet. So werden in einem Posting etwa Gutscheine im Wert von 300 Euro (für zwei Kinder) um 200 Euro angeboten. Die Reaktionen darauf waren gemischt, manche verteidigen den Verkauf, andere kritisieren die Aktion heftig.

„Wer versucht, dieses Gutschein-System zu betrügen…“

Ebenfalls nicht glücklich darüber zeigt sich Sozialministerin Korinna Schumann: „Wer versucht, dieses Gutschein-System zu betrügen, muss mit Konsequenzen rechnen“, erklärt sie auch gegenüber 5 Minuten. Man würde sich nicht auf der Nase herumtanzen lassen. Entsprechende Fälle würde man genau beobachten. Und sieht man, wie im aktuellen Fall, dass jemand versucht, den Gutschein zu verkaufen, wird dieser sofort gesperrt. Und: „Es gibt in der Folge auch keinen Gutschein mehr für diese Person“, so Schumann weiter.

Foto in Bericht von 5min.at: Zu sehen ist Sozialministerin Korinna Schumann bei einer Parlamentssitzung vor einem Rednerpult.
©Parlamentsdirektion/Thomas Topf
Sozialministerin Korinna Schumann ist „not amused“.

Schumann möchte keinen Generalverdacht

Sie möchte im selben Zug aber auch darauf hinweisen, dass nur einige wenige das System derart ausnutzen und möchte nicht, dass nun „eine ganze Gruppe von Menschen unter Generalverdacht gestellt oder stigmatisiert wird“. Klar ist aber: Hält man sich nicht an die Regeln, kann man sich auch in Zukunft von dem Geld verabschieden. Dann hat man weder 300 noch 200 Euro.

Schulstartklar! im Überblick:

Die Aktion Schulstartklar! wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus finanziert. Betroffene Familien mit Schulkindern bekommen pro Kind 150 Euro per Gutschein. Dazu bekommen Bezugsberechtigte einen Brief, in dem ein Code drin ist, mit dem man per App den Gutschein aufs Handy herunterladen kann. Die Gutscheine können daraufhin bei Libro und Pagro für Schulartikel eingelöst werden. Bis 31. Oktober 2026 hat man Zeit, den Gutschein freizuschalten und einzulösen.

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