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/ ©BMLUK / Hemerka
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt Minister Norbert Totschnig bei einem Interview sitzend.
Umweltminister Totschnig: "Der Sommer 2026 zeigt besonders deutlich, wie stark sich anhaltende Hitze und Trockenheit auf unseren Wasserhaushalt auswirken."

Über 30 Prozent weniger Regen: Totschnig rät „sorgsamen Umgang mit Wasser“

Mit einer Abweichung von plus 2,7 Grad Celsius gegenüber dem langjährigen Mittel und einem Niederschlagsdefizit von 32 Prozent hinterlässt der Sommer tiefgreifende Spuren in Österreichs Gewässern.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(421 Wörter)
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Laut den aktuellen Messdaten des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) war der Sommer 2026 im bundesweiten Schnitt deutlich zu warm und trocken. Die mittlere Temperatur von Juni bis August übertraf den Vergleichswert der Jahre 1991 bis 2020 um plus 2,7 Grad Celsius , während die Niederschlagsmenge um rund ein Drittel unter dem Durchschnitt blieb.

Rekordschäden in der heimischen Landwirtschaft über alle Anbaukulturen hinweg

Die lang anhaltende Dürre hinterlässt in Österreichs Landwirtschaft historische Schäden. Nach einem bereits niederschlagsarmen Winter und Frühling spitze sich der Wassermangel im Sommer bundesweit weiter zu. Vom akuten Niederschlagsdefizit ist das gesamte Land betroffen – mit besonders kritischen Auswirkungen im Osten und auf sämtliche Agrarkulturen.

„Der Sommer 2026 zeigt besonders deutlich, wie stark sich anhaltende Hitze und Trockenheit auf unseren Wasserhaushalt auswirken. Österreichweit fiel rund 32 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt – das macht sich bei unseren Fließgewässern ebenso wie beim Grundwasser bemerkbar. Dank konsequenter Investitionen der vergangenen Jahre ist Österreich bei der Wasserversorgung gut aufgestellt. Die aktuelle Situation zeigt aber auch, wie wichtig eine vorausschauende Wasserwirtschaft und eine verlässliche Datengrundlage sind. Deshalb investieren wir weiter in die Trinkwasserversorgung von morgen. Mit 250 Millionen Euro bis 2028 stärken wir eine sichere und klimafitte Wasserinfrastruktur in ganz Österreich. Gerade in Trockenphasen wie diesen kommt es aber ebenso darauf an, mit unserer wertvollsten Ressource Wasser besonders sorgsam umzugehen.“ Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP)

Niedrige Abflüsse und Grundwasserstände

Der monatelange Wassermangel hinterlässt tiefgreifende Spuren in Österreichs Gewässern. Ende August verzeichneten über 95 Prozent der Pegel an den Flüssen Abflüsse unter dem langjährigen Durchschnitt. Auch die Grundwasserstände sanken weiter ab: Der Anteil der Messstellen mit niedrigen Werten stieg bis Sommerende auf rund 90 Prozent. Bemerkenswert ist, dass die Speicher trotz der Regenfälle im August im Westen und Norden stärker entleert blieben als im Osten, da die dortigen Grundwasserkörper durch ihr hohes Speichervolumen die Dürre besser abfedern konnten.

Vorausgesagte Schauer dürften nur kurzfristig entlasten

Die Sommer-Wasserbilanz fällt bilanzierend tiefrot aus: Punktuelle Schauer und Starkregen brachten kaum nachhaltige Erleichterung für Böden und Grundwasser. Zwar prognostiziert die GeoSphere Austria ab nächster Woche sowie in der zweiten Septemberhälfte wieder unbeständigeres Wetter mit durchschnittlichen Regenmengen. Dies dürfte Flüsse und Böden vorübergehend entlasten – für eine echte Regeneration des Grundwassers reicht es jedoch noch nicht. Entscheidend bleibt, ob im Herbst flächendeckender Dauerregen folgt

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