„Lasst meinen Papa aus dem Spiel“: Andreas Babler platzt der Kragen
Eine FPÖ-Anfrage rund um einen OP-Termin seines Vaters sorgt für Wirbel. Jetzt reagiert Vizekanzler Andreas Babler persönlich und zieht eine klare Grenze. Die Behauptung einer Vorreihung weist er entschieden zurück.
Der Wirbel um einen Operationstermin von Andreas Bablers Vater erreicht die nächste Runde. Nachdem eine parlamentarische Anfrage der FPÖ die Frage aufgeworfen hatte, ob der Vater des SPÖ-Chefs bei einer Operation bevorzugt behandelt worden sei, meldete sich Babler am Freitagabend selbst zu Wort. In einer Videobotschaft auf Social Media wird der Vizekanzler deutlich: „Es reicht: Lasst meinen Papa aus dem Spiel!“ Für Babler ist eine Grenze überschritten. Er wolle nicht akzeptieren, was derzeit rund um seinen Vater passiere.
Babler spricht von „Fake News“
Besonders verärgert zeigt sich der SPÖ-Chef darüber, dass sein Vater nach Bekanntwerden der Vorwürfe von Journalisten kontaktiert worden sei. Diese hätten ihn unter anderem zu seinem Gesundheitszustand und zur behaupteten Vorreihung befragt. Babler bezeichnet die Vorwürfe als „Fake News“, die politisch und medial verbreitet würden, um ihm zu schaden. „Das geht zu weit“, sagt er in seinem Video.
Darum bekam sein Vater laut Babler den OP-Termin
Auch zum gesundheitlichen Hintergrund äußert sich der Vizekanzler. Sein Vater leide bereits seit längerer Zeit unter starken Schmerzen in der Hüfte. Genau deshalb habe er einen Operationstermin erhalten. Eine Einflussnahme seinerseits weist Babler entschieden zurück: „Ich hatte damit nichts zu tun.“ Dies würden nach seinen Angaben auch Ärzte und das Krankenhaus bestätigen. Zuvor hatte bereits das Orthopädische Krankenhaus Speising die Behauptung zurückgewiesen, Bablers Vater sei bei der Vergabe eines Operationstermins vorgereiht worden.
„Da müssen wir eine Grenze ziehen“
Für Babler geht es inzwischen nicht mehr ausschließlich um die politische Auseinandersetzung. Die medizinische Geschichte seines Vaters gehöre zur Privatsphäre und habe in einer politischen Debatte nichts verloren. Am Ende seiner Videobotschaft richtet er deshalb einen ungewöhnlich persönlichen Appell an seine Follower. Sie sollen sein Statement verbreiten. „Helft mir. Teilt das Video. Da müssen wir jetzt gemeinsam eine Grenze ziehen.“