Großer Hagel, extremer Starkregen: Unwetter an der Adria – wo es heute kracht
An der Adria bzw. allgemein in Norditalien ziehen am Mittwoch, 9. September 2026, immer wieder Gewitter und teils auch Unwetter durch. Die ersten sind schon am Weg durch die Region, weitere werden wohl folgen.
In Norditalien und an der Adria dürfte es am Mittwoch, 9. September 2026, richtig krachen. Zahlreiche Meteorologen und Wetterdienste kündigen teils schwere Unwetter an. Dabei sind die ersten stärkeren Gewitter mit hoher Blitzdichte in der Region bereits durchgezogen, wie man in sozialen Medien sehen kann. Eine Frau, die aktuell in Lugana di Sirmione ist, spricht etwa von einem „kurzen, heftigen, normalen Gewitter“, das in den Morgenstunden über die Region gezogen ist. Rund um den Gardasee war es auch schon richtig finster. „Das Gewitter war etwas unheimlich, da man es erst weit vorher gehört hat und plötzlich war es mit Donner und starkem Wind da“, schreibt ein Urlauber.
Wie bereitest du dich auf Gewitter vor?
„Haben unsere Sachen und die Kinder geschnappt und sind gelaufen“
Bei der Redaktion hat sich auch eine 5 Minuten-Leserin gemeldet – mit einem Video und ein paar kurzen Worten dazu, was in Lignano Mittwochvormittag abgegangen ist. „Es hat gestürmt und gehagelt. Wir wussten zwar, dass heute was kommen wird, aber das Ausmaß haben wir unterschätzt.“ Das Unwetter hätten sie schon von weitem gesehen, „aber es ging alles viel schneller als gedacht“, erklärt sie gegenüber 5 Minuten. Und abschließend: „Wir haben einfach nur mehr unser Sachen und die Kinder geschnappt und sind gelaufen.“
„Erhöhte Unwettergefahr am Mittelmeer und der Adria“
Doch diese Gewitter, die größtenteils als „normal“ und „nicht außergewöhnlich“ beschrieben werden, bleiben nicht die einzigen am heutigen Mittwoch. So schreiben etwa die „Unwetter-Freaks“, die ebenfalls vor Ort in Italien sind, auf Facebook: „Erhöhte Unwettergefahr am Mittelmeer und der Adria ab heute Nachmittag.“ In einem Video, das sie geteilt haben, sieht man auch einen Gewitteraufzug in Bibione in den frühen Morgenstunden.
„Bereits am Nachmittag folgt dann schon die nächste Gewitterlinie“
Wir haben dabei bereits am Montag von der Unwetterlage mit extremem Starkregen berichtet. Alles dazu könnt ihr hier nachlesen: Italien vor Starkregen-Flut: Bis zu 210 Liter pro Quadratmeter möglich. Mittlerweile sind die Prognosen noch genauer, Wetterexperten sprechen nun von „weiteren kräftigen Gewittern“ rund um den Gardasee und Norditalien, den Golf von Genua und die obere Adria, die sich im Laufe des Tages bilden können. Mit im Gepäck werden sie wohl lokal Starkregen, Hagel und kräftige bis schwere Sturmböen haben. Auch die österreichische Unwetterzentrale weiß: „Bereits am Nachmittag folgt dann schon die nächste Gewitterlinie. Diese breitet sich von Venetien und Emilia-Romagna über die Obere Adria aus und erreicht am frühen Abend schließlich auch Istrien und später dann die Adria-Inseln.“ Auch hier müsse man mit Starkregen, Sturmböen und mittelgroßem bis großem Hagel rechnen.
„Kräftige Gewitter“ an der oberen Adria möglich
Besonders die obere Adria wird ein Raum sein, auf den Wetterenthusiasten Mittwochnachmittag ein Auge legen werden. „Von Venetien und dem Raum Venedig über Friaul und den Golf von Triest bis Richtung Istrien können im Tagesverlauf und besonders Richtung Nachmittag, Abend und Nacht weitere kräftige Gewitter auftreten“, schreibt etwa die „Sturm und Gewitterjagd Tirol/Storm Chasing Europe“. Lokal bestehe hier die Gefahr von „extremem Starkregen und lokalen Überflutungen, größerem Hagel, schweren Sturmböen, organisierten Gewitterlinien und Superzellen, sowie Wasserhosen und lokal erhöhtem Tornadopotential“.
Auch am Donnerstag lokal schwere Gewitter prognostiziert
Entscheidend wird laut der Wetterbeobachter sein, „wo sich einzelne Zellen organisieren und welche Regionen mehrfach von Gewittern getroffen werden“. Eines ist ihnen zufolge jedenfalls klar: „Das warme Meer liefert reichlich Feuchtigkeit und Energie.“ Auch am Donnerstag sind lokal schwere Gewitter mit den selben Nebenerscheinungen möglich. Dann rücken insbesondere die nördliche Adria, Friaul, Slowenien, Istrien und weitere Teile Kroatiens in den Fokus.