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Foto in Beitrag von 5min.at zeigt eine Südrussische Tarantel auf einer hölzernen Oberfläche halb im Sonnenlicht.
Das Sichtungshoch der Südrussischen Tarantel - Mitteleuropas größter Spinnenart - kommt ab Mitte September.

Vor Start der Tarantel-Zeit: Riesen-Spinnen schon über 40 Mal gemeldet

Im September bzw. im Herbst startet typischerweise die Zeit der großen Tarantel-Arten im Süden und Osten Österreichs. Doch schon davor wurden dem Naturschutzbund 2026 Sichtungen gemeldet, wie man gegenüber 5 Minuten erklärt.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(370 Wörter)
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Obwohl die meisten Sichtungen vor allem der Südrussischen Tarantel in Österreich erst zwischen Mitte September und Mitte Oktober erwartet werden, wurde sie und mit ihr gemeinsam die Schwarzbäuchige Tarantel im Jahr 2026 doch schon insgesamt 45 Mal bis Anfang September gesichtet – und daraufhin beim Naturschutzbund auch gemeldet, wie Naturschutzbund-Expertin Carolina Trcka-Rojas exklusiv gegenüber 5 Minuten erklärt. „Dieses Jahr wurden bereits 32 Sichtungen der Schwarzbäuchigen und 13 der Südrussischen Taranteln bei uns gemeldet“, so Trcka-Rojas.

Hast du Angst vor Spinnen?

Ja! Die soll mir auf keinen Fall zu nahe kommen.
Nein – warum denn auch.

Die Südrussische und Schwarzbäuchige Tarantel im Überblick:

Südrussische Tarantel:

  • Körperlänge von bis zu vier Zentimetern
  • größte Spinne Mitteleuropas
  • warme, sandige Lebensräume mit spärlicher Vegetation
  • häufig an Gewässerufern anzutreffen
  • Vorkommen in Österreich: von der ungarischen Grenze im Burgenland über Wien bis zur tschechischen Grenze im niederösterreichischen Weinviertel

Schwarzbäuchige Tarantel:

  • Körperlänge von bis zu zweieinhalb Zentimetern
  • bevorzugt warme, trockene Regionen
  • lebt auf vegetationsarmen Flächen mit sandigen oder steinigen Böden
  • nördliche Verbreitungsgrenze ist im Süden Österreichs
  • hierzulande im Burgenland, der Steiermark und in Kärnten zu finden
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt eine Schwarzbäuchige Tarantel.
©Rosemarie Maliha
Dieses prächtige Exemplar der Schwarzbäuchigen Tarantel wurde etwa in Kärnten gesichtet.

Sichtungshoch bei Südrussischer Tarantel kommt erst

Die Expertin weiß aber auch: „Die Südrussische Tarantel bekommt ihr ‚Sichtungshoch‘ nahe menschlicher Siedlungen aber meist erst Mite September bis Mitte Oktober, wir sind also gespannt wie viele Sichtungen noch hinzukommen. Bei der Schwarzbäuchigen Tarantel sind jetzt schon viele Meldungen aus dem Siedlungsraum.“ Als „besonders interessant“ bezeichnet sie die dieses Jahr westlichste Meldung der Schwarzbäuchigen Tarantel im unteren Gailtal in Kärnten – genauer gesagt in Stossau. „Extrem spannend auch die Meldung einer Schwarzbäuchigen Tarantel direkt in Eisenstadt, dem eigentlichen Gebiet der Südrussischen Tarantel“, so Trcka-Rojas gegenüber 5 Minuten.

Südlichste Südrussische Tarantel nicht gänzlich gesichert

Besonders spannend ist auch die südlichste Meldung für eine Südrussische Tarantel. Diese wurde nämlich ziemlich außerhalb ihres bisherigen Verbreitungsgebiet in der Natur in Heiligenbrunn (Bezirk Güssing, Burgenland) gemeldet. Die Meldung sei laut Trcka-Rojas aber nur plausibel. „Unsere Experten sind sich nicht sicher, ob es wirklich eine ist.“ Der Lebensraum wäre für die Südrussische Tarantel jedenfalls „geeignet“ und es könne in jedem Fall gesagt werden, dass es sich um eine Tarantelart handelt. Am Foto ist lediglich zu erkennen, wie das Tier gerade aus einem Loch in der Erde krabbelt.

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt das Verbreitungsgebiet der Südrussischen Tarantel in Österreich.
©Naturschutzbund |
Die bisherigen Sichtungen der Südrussischen Tarantel bzw. deren Verbreitungsgebiet in Österreich.
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt das Verbreitungsgebiet der Schwarzbäuchigen Tarantel in Österreich.
©Naturschutzbund |
Die bisherigen Sichtungen der Schwarzbäuchigen Tarantel bzw. deren Verbreitungsgebiet in Österreich.

Experten bitten darum, Sichtungen mit Fotos zu melden

Sollte man eine der beiden Spinnen nun gesehen haben, bittet der Naturschutzbund darum, Fotos zu machen und sie über die Onlineplattform naturbeobachtung.at oder die gleichnamige App zu melden. Die hochgeladenen Sichtungen werden anschließend von Experten bestimmt bzw. bestätigt. Trcka-Rojas hat im Gespräch mit 5 Minuten im Vorjahr bereits dazu geraten, Fotos von möglichst nahe, so scharf wie möglich und aus mehreren Winkeln zu machen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 09.09.2026 um 13:40 Uhr aktualisiert
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