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/ ©WKÖ/Barbara Nidetzky
Das Bild auf 5min.at zeigt Martha Schultz.
Schultz berichtete von branchenübergreifenden Klagen über die Länge der Sommerferien. Eine Verkürzung sei aus ihrer Sicht vor allem eine Entlastung für Frauen sowie alle Personen mit Betreuungspflichten.

Nur noch 6 Wochen: Kammer-Präsidentin Schultz für kürzere Sommerferien

Wirtschaftskammer-Präsidentin und ÖVP-Wirtschaftsbundschefin Martha Schultz fordert eine Verkürzung der Sommerferien von neun auf sechs Wochen. Als Hauptmotiv nennt sie die Situation von Müttern, die Care-Arbeit leisten müssen.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(320 Wörter)
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Geht es nach WKÖ-Präsidentin Martha Schultz, der Leiterin des ÖVP-Wirtschaftsbundes und Präsidentin der Wirtschaftskammer, sollten die Sommerferien künftig nur noch sechs statt der üblichen neun Wochen dauern. Das sprach sie am Samstag im Ö1-Format „Journal zu Gast“ an. Hauptgrund für ihren Vorschlag ist die hohe Belastung von Müttern, auf deren Schultern weiterhin der Bärenanteil der Care-Arbeit lieg.

Verkürzung würde vor allem Müttern zugutekommen

Laut Schultz mehren sich sowohl in ihrer eigenen Branche als auch in anderen Sektoren die Beschwerden über die neunwöchigen Sommerferien. Eine Reduzierung würde gezielt Müttern und Erziehenden zugutekommen. Während die Kinder neun Wochen Sommerferien haben, ist es für Mütter und Erziehende oft schwer, einen geeigneten Betreuungsplatz zu finden. Vor diesem Hintergrund plädierte die WKÖ-Präsidentin dafür, eine entsprechende Debatte anzustoßen.

Grüne für Ausbau der Sommerbetreuung

Grünen-Familiensprecherin Barbara Neßler nimmt die aktuellen Äußerungen von Martha Schultz zum Anlass, eine bessere Betreuungsinfrastruktur für den Sommer zu fordern. Das Hauptproblem der Familien sei der organisatorische und finanzielle Spagat während der Sommerferien – insbesondere für diejenigen ohne privates Netzwerk. Wirksame Entlastung entstehe nicht durch reine Debatten über die Ferienlänge, sondern durch den gezielten Ausbau bezahlbarer Betreuungsangebote.

Bildungsminister Wiederkehr ist dagegen

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) spricht sich klar gegen eine Verkürzung der Sommerferien aus. Auf APA-Anfrage betonte er schriftlich, dass Kinder und Jugendliche die Sommerpause bräuchten, um Kraft für das neue Schuljahr zu tanken. Eine allgemeine Ferienverkürzung lehnt er daher ab. Als Alternative zu kürzeren Ferien setzt der Minister auf bestehende Modelle: Die teils verpflichtende Sommerschule schaffe bereits Entlastung für Erziehungsberechtigte. Ergänzend brauche es eine bundesweite Aufstockung von Sommercamps nach Wiener Muster, um Erholung für Schulkinder und Unterstützung für Familien zu vereinen.

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