ORF streicht beliebtes ZiB-Format: Diese Sendung verschwindet noch heuer
Der ORF setzt seinen Sparkurs fort und nimmt ein tägliches Format aus dem Programm. Das „ZiB Magazin“ auf ORF 1 wird Ende des Jahres eingestellt.
Beim ORF steht die nächste Programmänderung bevor: Das „ZiB Magazin“ auf ORF 1 wird nach dem derzeitigen Stand Ende 2026 nicht mehr täglich ausgestrahlt. Das rund vierminütige Informationsformat ist Teil der Maßnahmen, mit denen der öffentlich-rechtliche Sender seine Kosten senken will, heißt es in einem Bericht vom Kurier. Ganz von der Bildfläche verschwinden soll der Name allerdings nicht. Statt der täglichen Kurzsendungen ist eine längere Variante geplant. Diese soll künftig etwa 50 Minuten dauern und zehn bis zwölf Mal pro Jahr ausgestrahlt werden.
ORF erwartet hohe Einsparungen
Mit der Umstellung sollen laut den vorliegenden Informationen Einsparungen im hohen sechsstelligen Bereich erzielt werden. Gleichzeitig will der Sender mit längeren Reportagen und Dokumentationen stärker auf Inhalte setzen, für die sich das Publikum laut ORF interessiert. Welches Format künftig den bisherigen Sendeplatz kurz nach 20 Uhr übernimmt, ist noch nicht endgültig geklärt. Im Gespräch ist unter anderem eine stärkere Nutzung für Sportinhalte.
Millionen fehlen im ORF-Budget
Hintergrund der Änderungen ist die angespannte finanzielle Situation des ORF. Ab 2027 stehen dem Sender durch eine zusätzliche Kürzung der Vorsteuerkompensation 93 Millionen Euro weniger zur Verfügung. Die Einsparungen treffen deshalb zunehmend auch das Programm. Neben Informationssendungen werden insbesondere kostenintensive Eigenproduktionen und große Unterhaltungsshows genau überprüft.
Auch „Millionenshow“ vor unklarer Zukunft
Von den Sparmaßnahmen betroffen ist auch die langfristige Planung rund um die „Millionenshow“ mit Armin Assinger. Die Quizsendung ist derzeit noch bis Sommer 2027 finanziert. Was danach passiert, steht laut ORF noch nicht fest. Damit ist klar: Der Umbau beim öffentlich-rechtlichen Sender wird auch für das Publikum sichtbar. Weitere Entscheidungen über mögliche Änderungen und Einsparungen sollen in den kommenden Monaten fallen.