Wieder Häftling (40) tot aufgefunden: Mordermittlungen laufen
In der Justizanstalt Garsten (Bezirk Steyr-Land) in Oberösterreich ist es zu einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Häftlingen gekommen. Das Landeskriminalamt ermittelt.
In der Justizanstalt Garsten im Bezirk Steyr-Land ist es am Montag zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Nach ersten Informationen gerieten zwei inhaftierte Männer aneinander. Einer der beiden überlebte die Auseinandersetzung nicht. Bei den Betroffenen soll es sich einen 40-Jährigen und einen 63-Jährigen, welche beide aufgrund einer schweren und anhaltenden psychischen Störung im Maßnahmenvollzug untergebracht waren. Der jüngere der beiden Männer wurde tödlich verletzt.
LKA übernimmt Ermittlungen
Die Staatsanwaltschaft Steyr bestätigte am Montagabend, dass wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt wird. Auch das Landeskriminalamt wurde mit den Untersuchungen beauftragt. Womit der 40-Jährige angegriffen wurde, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Nach bisherigen Informationen könnte ein Gegenstand zum Einsatz gekommen sein, der einem Messer ähnelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Bereits Anfang September tödlicher Vorfall in Klagenfurter Gefängnis
Der Fall erinnert an einen weiteren tödlichen Zwischenfall in einer österreichischen Justizanstalt. Anfang September wurde ein 19-jähriger Häftling in der Justizanstalt Klagenfurt tot in seiner Zelle entdeckt. Damals geriet dessen 17-jähriger Zellengenosse ins Visier der Ermittler. Er soll den jungen Mann zunächst gewürgt und anschließend mit einer Rasierklinge verletzt haben. Der Verdächtige ein Geständnis ab. Mehr dazu hier: Nach Bluttat in Klagenfurter Justizanstalt: Jugendlicher zeigt sich geständig.