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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt zwei Silhouetten, die auf eine Sternschnuppe am Nachthimmel deuten.
Die Draconiden und die Orioniden sind auch am Nachthimmel über Österreich zu sehen.

Sternschnuppen im Oktober: Gleich zwei Himmelsspektakel stehen bevor

Sternschnuppenjäger können sich im Oktober gleich zwei Nächte dick im Kalender anstreichen: Sowohl die Draconiden als auch die Orioniden erreichen ihren Höhepunkt. Bei einem der Schauer sollen ideale Bedingungen herrschen.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(478 Wörter)
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Eine gemütliche Decke, ein möglichst dunkler Platz und ein wenig Geduld – mehr braucht es in den kommenden Wochen nicht, um ganz besondere Himmelsspektakel zu erleben: Gleich zwei Sternschnuppenschauer sind im Oktober von Mitteleuropa aus zu sehen. Den Anfang machen bereits in wenigen Tagen die Draconiden, bevor in der zweiten Monatshälfte die Orioniden ihren Höhepunkt erreichen.

Draconiden sind als Erstes zu sehen

Die Draconiden sind zwischen 6. und 10. Oktober aktiv. Ihren Höhepunkt erreichen sie in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober. Dabei sind üblicherweise weniger als zehn Meteore pro Stunde zu erwarten. Die tatsächliche Zahl hängt allerdings stark davon ab, von wo aus man den Himmel beobachtet. Unter einem wirklich dunklen Himmel kannst du mit ungefähr sechs sichtbaren Sternschnuppen pro Stunde rechnen. Aktuellen Prognosen zufolge dürfte der Mond heuer mitspielen: Er ist während des Maximums nur zu rund drei Prozent beleuchtet und stört die Beobachtung so kaum. Die Bedingungen werden deshalb vom astronomischen Ratgeber „sterngucker“ als „ideal“ eingestuft. Wer Sternschnuppen sehen möchte, muss normalerweise lange aufbleiben oder sehr früh aufstehen. Bei den Draconiden ist das anders: Sie lassen sich am besten am frühen Abend beobachten, also kurz nach Sonnenuntergang.

Die Draconiden im Überblick:

  • Aktiv: 6. bis 10. Oktober
  • Höhepunkt: Nacht vom 8. auf 9. Oktober
  • Beste Beobachtungszeit: Am frühen Abend nach Sonnenuntergang

Orioniden bringen bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde

Knapp zwei Wochen später wartet bereits das nächste Himmelsschauspiel. Die Orioniden sind zwar vom 2. Oktober bis 7. November aktiv, ihr Maximum fällt aber auf die Nacht vom 21. auf den 22. Oktober. Unter optimalen Bedingungen sind bis zu 20 Meteore pro Stunde möglich. Ganz so viele dürften für Beobachter allerdings nicht sichtbar werden. „Sterngucker“ geht unter einem dunklen, ländlichen Himmel von realistisch etwa zehn Sternschnuppen pro Stunde aus

Der Mond stört – aber verschwindet noch rechtzeitig

Anders als bei den Draconiden sind die Voraussetzungen bei den Orioniden nicht „ideal“. Der Mond ist zu rund 80 Prozent beleuchtet und hellt den Nachthimmel entsprechend auf.
Wer bereit ist, früh aufzustehen, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Gegen 3.09 Uhr geht der Mond unter. Danach wird der Himmel deutlich dunkler. Als besonders günstiger Beobachtungszeitpunkt wird die Zeit kurz vor Beginn der Morgendämmerung genannt.

Die Orioniden im Überblick

  • Aktiv: 2. Oktober bis 7. November
  • Höhepunkt: Nacht vom 21. auf 22. Oktober
  • Beste Beobachtungszeit: Kurz vor der Morgendämmerung

Tipps zum erfolgreichen Sternschnuppenschauen

Das Teleskop kann zum Sternschnuppenschauen übrigens getrost zu Hause bleiben. Für Sternschnuppen ist das bloße Auge sogar besser geeignet, weil damit ein wesentlich größerer Bereich des Himmels überblickt werden kann. Entscheidender ist der richtige Standort: Je weiter man von Straßenlaternen und anderer Lichtverschmutzung entfernt ist, desto mehr schwächere Meteore werden sichtbar. Danach heißt es Geduld haben. Die Augen benötigen etwa 20 bis 30 Minuten, um sich vollständig an die Dunkelheit zu gewöhnen. Bitte beachten: Der Blick aufs helle Handy zwischendurch macht diese Anpassung teilweise wieder zunichte.
Und natürlich muss auch das Wetter mitspielen: Nur wenn die Wolken fernbleiben, steht den beiden Oktober-Sternschnuppennächten nichts mehr im Weg.

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