Schwere Unwetter auf Kreta: Österreicher berichten von Naturgewalt
Auf der bei Österreichern besonders beliebten Urlaubsinsel Kreta haben schwere Unwetter gewütet. Eine Person ist dabei auch verstorben. Vier Österreicher, die dort gerade Urlaub machen, berichten von der Lage vor Ort.
Heftige Regenfälle haben auf Kreta gewütet, der griechische Regierungssprecher Pavlos Marinakis sprach von teils mehr als 150 Litern pro Quadratmeter. Aufgrund der schweren Unwetter ist auch ein Mann verstorben. Der 79-jährige Hirte wurde tot in einer Schlucht in Karines in der Region Rethymno gefunden. Auch ansonsten hat es zahlreiche Einsätze auf der Insel gegeben, die Behörden raten aktuell wegen des Wetters von Fahrten ab. Besonders stark betroffen waren die Regionen Rethymno, Heraklion und Lasithi. Größere Schäden wurden gemeldet, die Schulen in Rethymno und Chania sind am Donnerstag geschlossen geblieben. Zudem ist die Wetterlage auch noch nicht ausgestanden, die Insel befindet sich noch bis Sonntag im Zustand „vollständiger Mobilisierung“.
„Bekamen Wucht der Natur direkt zu spüren“
Obwohl die Haupt-Urlaubssaison bereits vorbei ist, befinden sich derzeit immer noch einige Urlauber auf der beliebten Insel. Zumindest vier davon sind aus Kärnten, sie haben sich nun an uns gewandt und wollen einerseits Daheimgebliebene aus erster Hand über die Situation informieren und andererseits andere Reisende zur absoluten Vorsicht aufrufen. Obwohl sich die vier Österreicher in einer „ruhigeren“ Region aufhalten würden, „bekamen auch wir die Wucht der Natur bereits direkt zu spüren“, berichten sie.
„Straßen verwandelten sich in kürzester Zeit in unpassierbare Barrieren“
Und weiter: „Bei Ausflügen hatten wir zwischenzeitlich massive Schwierigkeiten, überhaupt wieder sicher zurück in unser Apartment zu gelangen. Straßen verwandelten sich in kürzester Zeit in unpassierbare Barrieren“, so die Urlauber gegenüber 5 Minuten. In mehreren Regionen sei die höchste Unwetter-Warnstufe ausgerufen worden. Die Bevölkerung hat die Warnungen auch aufs Handy bekommen, in diesen wird man aufgefordert, Häuser und Unterkünfte nicht zu verlassen.
„Die Lage auf der Insel spitzt sich zu“
Und die vier Kärntner wissen, dass bereits am Freitag die nächste schwere Unwetterfront erwartet wird. Dementsprechend hätten Behörden inselweit ein striktes Betretungs- und Verkehrsverbot für alle Schluchten und Wanderwege erlassen. Die Urlauber fassen die aktuelle Situation mit folgenden Worten zusammen: „Die Lage auf der Insel spitzt sich zu.“