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/ ©Österreichische Post AG
Das Bild auf 5min.at zeigt Pakete von der Post.
Auf Pakete gibt es ab sofort eine Steuer - in Höhe von 2,40 Euro.

Große Kritik an neuer 2,40-Euro-Steuer: „Kollateralschaden für alle“

Seit Donnerstag, 1. Oktober 2026, gilt die neue Paketsteuer in Höhe von 2,40 Euro in Österreich. Und schon am ersten Tag sorgt sie für einige kuriose Szenen - und vor allem viel Kritik.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(398 Wörter)
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Wer bei Amazon etwa bestellt hat, wurde von einem neuen Zusatzposten überrascht. Besonders kurios war das für Prime-Kunden, die auch kleinere Einkäufe über den Onlinehändler abwickeln. Lag der Kaufpreis unter dieser 2,40-Euro-Grenze, hat die Paketsteuer den Einkaufspreis zumindest verdoppelt. Amazon hat dazu übrigens an alle Kunden auch eine Mail ausgeschickt, in der man erklärt, dass ab sofort die Paketsteuer einmal pro Bestellung (unabhängig davon, in wie vielen Paketen diese geschickt wird) in Rechnung gestellt wird. Wie diese von den großen Onlinehändlern allgemein umgesetzt wird, könnt ihr übrigens hier nachlesen: Amazon, Temu und Co.: So wirkt sich die neue Paketsteuer auf deine Bestellung aus.

Grüne: „Regierung hat behauptet…“

Dass die großen, internationalen online-Händler die neue Steuer an die Kunden weitergeben, stößt der Opposition sauer auf. Elisabeth Götze, Wirtschaftssprecherin der Grünen, meint etwa: „Die Regierung hat behauptet, die großen Onlinehändler zur Kasse zu bitten. Tatsächlich reichen diese die Kosten an die Kundinnen und Kunden weiter. Und heimische Betriebe, die über große Plattformen verkaufen, haben jedenfalls mehr Belastungen. Das ist kein Beitrag zu fairem Wettbewerb, sondern ein Kollateralschaden für alle.“

Grüne fordern „echte Strategie für den Handel“

Götze ist sich außerdem sicher, dass die neue Steuer für die angekündigten Ziele nichts bringen würde. „Sie macht Onlinebestellungen teurer, verhindert aber weder Retouren noch stärkt sie unsere Ortskerne. Die Regierung kassiert ab und verkauft das als ökologische Maßnahme.“ Sie fordert „faire Wettbewerbsbedingungen“, wenn man den heimischen Handel stärken möchte – und „eine echte Strategie für den Handel – online wie in unseren Ortskernen“.

FPÖ: „Viele Menschen sind auf günstige Produkte aus dem Online-Handel angewiesen“

Kritik handelt sich die Regierung auch von der FPÖ ein. Deren Heimatschutzsprecher Michael Schnedlitz meint etwa, dass die Regierung Budgetlöcher „einmal mehr auf dem Rücken all jener, die finanziell stark unter Druck stehen“ stopfen würde. Die Paketsteuer ist ja als Gegenstück zur Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel gedacht. Diese sei durch die neue Steuer „pulverisiert“, so Schnedlitz. Und abschließend: „Viele Menschen sind auf günstige Produkte aus dem Online-Handel angewiesen – und genau die werden jetzt doppelt bestraft. Sie bekommen de facto keine Hilfe bei den Lebensmitteln, zahlen aber durch die Paketsteuer voll drauf.“

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