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/ ©Fotomontage: Canva
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt eine Ärztin und eine Hand mit Geld.
Einige ÖGK-Vorschläge wurden öffentlich und sorgen nun für Ärger bei mehreren Parteien.

Beim Arzt zahlen? ÖGK-Vorschläge sorgen für Ärger

Am heutigen Donnerstag, 1. Oktober 2026, wurden Vorschläge zu weiteren Einsparungen bei der Gesundheitskasse ÖGK bekannt. Demnach wurde etwa eine "gestaffelte Kostenbeteiligung bei Arztbesuchen" vorgeschlagen.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(452 Wörter)
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Wird der Arztbesuch in Österreich für ÖGK-Versicherte bald nicht mehr kostenlos sein? Dementsprechende Vorschläge nach einer gestaffelten Kostenbeteiligung gibt es scheinbar. In einer „Strategieklausur“ wurde scheinbar auch darüber gesprochen etwa die Kostenerstattung bei Wahlärzten zu streichen. Privatärzte wären ab dann also voll zu zahlen, zurückbekommen würde man nichts. ÖGK-Obmann Peter McDonald spricht gegenüber der APA von „völlig neuen Ansätzen“ und „weniger ideologischen Barrieren“, die es brauchen würde. Immerhin: Beschlossen ist noch nichts, die Ergebnisse möchte man nun jedoch mit den Sozialpartnern in der Sozialversicherung diskutieren und in die politische Diskussion einbringen, heißt es.

Grüne: „Alarmierend“

Die Grünen sprechen von „alarmierenden“ Entwicklungen und haben nun eine Anfrage an Sozial- und Gesundheitsministerin Korinna Schumann gestellt. In dieser wollen sie mehr oder weniger wissen, ob sie von den Vorschlägen schon Bescheid gewusst hat. Man möchte aber auch klarstellen, dass es eben nur um interne Überlegungen und keine beschlossene Maßnahme gehe. Nichtsdestotrotz meint man, dass die Punkte keine Reform bedeuten würden, „sondern hier sollen einfach die Kosten auf jene abgewälzt werden, die auf dieses System angewiesen sind“. ÖGK-Chef McDonald spricht von einer „großen Herausforderung“, die man zu bewältigen habe und davon, dass es „keine Denkverbote“ geben dürfe.

FPÖ: „Höchst problematische und ernsthafte Belastung“

Kritik gibt es an den Plänen aber nicht nur von den Grünen, auch die FPÖ spricht von einer „höchst problematischen und ernsthaften Belastung für die Versicherten“. Für den freiheitlichen Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak sei es „nicht nachvollziehbar, warum bei der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung gespart werden soll, während in den Verwaltungs- und Planungsstrukturen Ineffizienz weiterhin teuer bezahlt bleibt“. Diese Sparmaßnahmen bzw. -vorschläge würden das Solidarprinzip aushöhlen und die hochwertige medizinische Versorgung für alle gefährden. Kaniak spricht außerdem von „asozialen Kürzungsplänen“, die die Freiheitlichen entschieden ablehnen würden.

SPÖ gegen „Zwei-Klassen-Medizin“

Neben den Oppositionsparteien legt sich aber auch die SPÖ quer. So meint deren Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim etwa: „Das wird es mit der SPÖ nicht geben. Die SPÖ in der Regierung stellt der Zwei-Klassen-Medizin ein Stopp-Schild auf.“ Es müsse die e-Card zählen und nicht die Kreditkarte, so Seltenheim, der weiter erklärt: „Wer krank ist, braucht medizinische Versorgung und keine zusätzlichen Belastungen.“ Für ihn sei Gesundheit ein Grundrecht und dürfe „keine Frage des Geldbörserls sein“. Und abschließend: „Dafür brauchen wir mehr ÄrztInnen im öffentlichen Gesundheitssystem und müssen WahlärztInnen stärker in die Verantwortung nehmen. Zusätzliche Belastungen für PatientInnen sind der falsche Weg.“

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