Teuer bezahlt, billig befüllt: Getränke-Schwindel in Venedig aufgedeckt
In einer Venediger Bar wurde der Flascheninhalt von Marken-Getränken, wie Aperol und Campari, klammheimlich gegen Billig-Spirituosen ersetzt. Die örtliche Polizei deckte den Betrug nun auf.
Ein Gastronomiebetrieb im italienischen Urlaubsort Venedig geriet vor Kurzem in das Visier der örtlichen Polizei. Bei einer Überprüfung deckten die Beamten einen gewerbsmäßigen Betrug auf: Das Lokal befüllte Flaschen namhafter Erzeuger heimlich mit günstigen No-Name-Produkten auf. Abgerechnet wurden die Drinks aber zum teuren Originalpreis. Laut dem italienischem Medium Il Gazzettino wiesen die Verschlüsse mehrerer Flaschen Spuren von Manipulationen auf. Die gesamte Ware wurde daraufhin beschlagnahmt.
Gäste getäuscht
Ein Liter „originaler“ Campari oder Aperol würde laut dem städtischen Handelsdezernent Sebastiano Costalonga bis zu viermal so viel kosten, wie eine No-Name-Marke. Er verurteilt das Vorgehen scharf: „Das ist ein doppelter Schaden“, wettert er in einem Interview. „Das Umfüllen von No-Name-Produkten in edle Flaschen senkt zwar die Kosten, täuscht aber den Kunden.“ Auch würde es seriöse Lokale in ein schlechtes Licht rücken. Costalonga kündigte deshalb weitere Schritte an: „Die Kontrollen werden fortgesetzt, um die Rechtmäßigkeit des venezianischen Handels zu schützen.“