Job-Frust in Österreich: Jeder Zweite hat wegen der Arbeit schon geweint
Tränen, Wut und regelmäßige Überforderung: Eine aktuelle Umfrage unter mehr als 2.000 Usern von karriere.at zeigt, wie emotional belastend der Berufsalltag sein kann. Besonders ein Wunsch sticht dabei hervor.
Der Job kann ganz schön an die Substanz gehen. Anlässlich des Welttags für psychische Gesundheit am 10. Oktober hat karriere.at seine User gefragt, wie sehr sie ihre Arbeit emotional belastet. Die Ergebnisse zeigen: 52 Prozent haben wegen ihres Jobs bereits mindestens einmal geweint. Noch häufiger scheint sich die Belastung in Wut zu äußern. 64 Prozent der Befragten gaben an, wegen ihrer Arbeit bereits mindestens einmal einen Wutausbruch gehabt zu haben.
Jeder Dritte regelmäßig an Belastungsgrenze
Für einen Teil der Befragten sind solche Situationen keine seltene Ausnahme. 31 Prozent kommen nach eigenen Angaben mehrmals im Monat aufgrund ihrer Arbeit an ihre emotionale Belastungsgrenze. Weitere 31 Prozent erleben das zumindest einige Male pro Jahr. „Unsere Befragung zeigt: Emotionale Belastung im Job ist kein Randthema, sondern Alltag für viele Menschen in Österreich“, erklärt Georg Konjovic, CEO von karriere.at.
Das wünschen sich Beschäftigte
Was könnte helfen? Am häufigsten wurde weniger Arbeitslast genannt: 34 Prozent der Befragten wünschen sich dadurch Entlastung. 32 Prozent würden sich ein Gespräch mit der Führungskraft wünschen, 29 Prozent professionelle Beratung und 28 Prozent einen Austausch innerhalb des Teams. Konjovic sieht die Arbeitsbelastung auch im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre. In vielen Unternehmen würden mehr Aufgaben auf weniger Schultern verteilt. Führungskräfte sollten deshalb offen für Gespräche sein und die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter ernst nehmen.
Mehr als 2.000 Personen befragt
Die Online-Umfrage wurde zwischen 16. März und 1. Mai 2026 unter Usern von karriere.at durchgeführt. Je nach Fragestellung nahmen zwischen 1.189 und 2.235 Personen teil. Die Ergebnisse beziehen sich damit auf die befragten Nutzer der Plattform und sind nicht automatisch auf alle Beschäftigten in Österreich übertragbar.