AT-Alert: Österreicher bekommen zweite Notfallnachricht aufs Handy
Am Samstag wurde in ganz Österreich der jährliche Zivilschutz-Probealarm durchgeführt. Neben den Sirenen wurde auch das Handy-Warnsystem AT-Alert getestet.
Seit 12 Uhr wurde am Samstag das österreichweite Warn- und Alarmsystem getestet. Den Auftakt machte die 15-sekündige Sirenenprobe. Anschließend folgten die drei Zivilschutzsignale „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“. Damit wurde nicht nur die technische Funktion der rund 8.300 Sirenen überprüft. Auch die Bevölkerung soll die unterschiedlichen Signale kennen und im Ernstfall richtig einordnen können. Bei einer tatsächlichen Gefahr bedeutet der drei Minuten lange Dauerton „Warnung“. Der auf- und abschwellende Heulton steht für „Alarm“, während ein einminütiger Dauerton die „Entwarnung“ signalisiert.
Österreicher bekommen zwei Warnungen aufs Handy
Parallel zum Sirenen-Probealarm wurde auch AT-Alert getestet. Das Handy-Warnsystem ermöglicht es Behörden, Nachrichten direkt an Mobiltelefone in einem bestimmten Gebiet zu schicken. Eine Registrierung ist dafür nicht notwendig. Die erste Probe-Warnung wurde um 12 Uhr ausgesendet. Die zweite folgte am Samstag um 12.45 Uhr und bildete damit den Abschluss des Tests.
AT-Alert: Diese Nachricht ging um 12 Uhr an die Österreicher
PROBEALARM – TESTALERT
Achtung Test – Österreichweite Testauslösung von Sirenen und AT-Alert.
3. Oktober 2026 12:00 Uhr – 13:00 Uhr.
Dies ist eine offizielle AT-Alert Testnachricht. Es besteht keine Gefahr!
Bitte wählen Sie keine Notrufnummern!
Bundesministerium für Inneres
AT-Altert: Diese Nachricht ging um 12.45 Uhr an die Österreicher
PROBEALARM – TESTALERT
Probewarnung – Österreichweite Test-auslösung von Sirenen und AT-Alert
3. Oktober 2026 12:45 Uhr
ENDE des Zivilschutzprobealarms.
Es besteht keine Gefahr! Bitte wählen Sie keine Notrufnummern!
Heuer weniger schrill als im Vorjahr
Bei der Wahrnehmung des Handy-Alarms berichten Leser gegenüber 5 Minuten von einem Unterschied zum vergangenen Jahr. Das Signal werde heuer vielfach als weniger schrill empfunden als beim Probealarm 2025, hieß es nach der ersten Nachricht um 12 Uhr. Gleichzeitig machten manche Handys überhaupt kein Geräusch, während die Warnung auf anderen Geräten deutlich zu hören war. Die zweite Nachricht um 12.45 Uhr wurde aber von vielen deutlich schriller wahrgenommen. Einige berichteten von einer leichten Verspätung, die Warnung trudelte erst ein paar Minuten später ein.
Nach dem ersten Alarm: Probleme bei Magenta
Direkt im Anschluss an den ersten Probealarm um 12 Uhr meldeten Nutzer außerdem Probleme mit dem Mobilfunknetz von Magenta. Ein kurzer Ton und danach Stille im Display: Wie Nutzer gegenüber 5 Minuten berichten, kam es kurz nach dem heutigen Probealarm zu erheblichen Problemen. Ein User sprach von „schlechtem Empfang bis gar kein Netz“. Ob die gemeldeten Netzprobleme tatsächlich mit der Aussendung der Warnung zusammenhängen, war zunächst nicht geklärt.
Keine echte Gefahr
Für die Bevölkerung bestand durch den heutigen Probealarm zu keinem Zeitpunkt eine tatsächliche Gefahr. Die Aussendungen dienten ausschließlich dazu, die technischen Systeme zu überprüfen und die Österreicher mit den verschiedenen Warnmöglichkeiten vertraut zu machen. AT-Alert kann im Ernstfall etwa bei Extremwetter, Naturkatastrophen, Überschwemmungen oder Waldbränden eingesetzt werden. Die Warnungen können je nach Art und Ausmaß einer Gefahr auf unterschiedlichen Ebenen ausgelöst werden.