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/ ©Parlamentsdirektion / ​Thomas Topf
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt Andreas Babler vor einem Rednerpult.
In der SPÖ spitzt sich die Führungsdebatte zu. Parteichef Andreas Babler schließt einen Rückzug laut APA inzwischen nicht mehr völlig aus.

SPÖ vor wichtigem Sonntag: Babler schließt Rückzug offenbar nicht mehr aus

Die Führungsdebatte in der SPÖ spitzt sich weiter zu. Am Sonntag trifft Parteichef Andreas Babler auf die neun Landesparteivorsitzenden. Die Wiener SPÖ hat sich bereits auf eine gemeinsame Linie verständigt.

von Carolina Jakubovic
2 Minuten Lesezeit(444 Wörter)
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In der SPÖ steht ein richtungsweisender Sonntag bevor. Parteichef Andreas Babler trifft sich in Wien mit den neun Landesparteivorsitzenden. Dabei soll geklärt werden, wie es in der aktuellen Führungsdebatte weitergeht. Medienmanager Gerhard Zeiler hat öffentlich erklärt, den SPÖ-Vorsitz übernehmen zu wollen.

Babler schließt Rückzug offenbar nicht mehr aus

Noch vor wenigen Tagen hatte Babler einen Rücktritt ausgeschlossen. Inzwischen soll sich die Situation geändert haben: Laut APA schließt der Vizekanzler nicht mehr völlig aus, zumindest den Parteivorsitz abzugeben. Eine endgültige Entscheidung über einen Wechsel an der Parteispitze kann beim Treffen am Sonntag allerdings noch nicht fallen. Medienberichten zufolge handelt es sich um eine informelle Sitzung. Für einen formellen Beschluss wären anschließend die zuständigen Parteigremien notwendig.

Wiener SPÖ hat „einheitliche Linie“

Bereits am Samstag beriet sich Wiens Bürgermeister und SPÖ-Landesparteichef Michael Ludwig mit dem Wiener Parteipräsidium und den Bezirksvorsitzenden. Danach sprach er von einem starken Votum für eine gemeinsame Linie beim Treffen am Sonntag. Welche Position die Wiener SPÖ dabei vertreten wird, verriet Ludwig nicht. Neben Personalfragen sollen auch Inhalte und die politische Kommunikation Thema sein. Für Sonntag kündigte er eine Entscheidung über den weiteren Prozess an. Ob dabei bereits geklärt wird, wer die Partei künftig führen soll, ließ er offen.

Kärnten und Steiermark wollen schnelle Entscheidung

Auch in Kärnten und der Steiermark wurde in den vergangenen Tagen intensiv über die Zukunft der Partei beraten. Kärntens SPÖ-Chef und Landeshauptmann Daniel Fellner ließ sich im Exklusivgespräch mit 5 Minuten nicht in die Karten schauen. Ziel sei es, innerhalb der Partei eine gemeinsame Linie zu finden. Deutlicher wurde diese Woche die steirische SPÖ. Nach parteiinternen Beratungen erklärte Landesparteivorsitzender Max Lercher, man wolle eine rasche Klärung. Für das Treffen am Sonntag erhielt er von der steirischen SPÖ ein Verhandlungsmandat. Auf Babler oder Zeiler legte er sich öffentlich nicht fest. „Am Sonntag wird die Entscheidung fallen“, erklärte Lercher. Hier geht es zum 5-Minuten-Interview mit Daniel Fellner und Hier lest ihr, was Max Lercher zur Führungsdebatte sagt.

Zeiler will an die Parteispitze

Gerhard Zeiler wirbt unterdessen weiter für einen Wechsel. In einem offenen Brief an die SPÖ-Mitglieder bekräftigte er seinen Wunsch, Parteivorsitzender zu werden und stellte seine Vorstellungen für die Zukunft der Partei vor. Damit richtet sich der Blick nun auf Sonntag. Eine endgültige formelle Entscheidung über die Parteispitze ist bei dem informellen Treffen zwar nicht zu erwarten – der weitere Weg der SPÖ könnte dort aber entscheidend vorgezeichnet werden.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 03.10.2026 um 16:19 Uhr aktualisiert
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