„Wir vergessen deiner nie“: Trauer um beliebte Bezirksbäuerin
Das Gschnitztal nimmt Abschied von einer Frau, die über Jahrzehnte eng mit Landwirtschaft, Bäuerinnen und dem Dorfleben verbunden war. Theresia Pranger vom Alfaierhof ist kurz vor ihrem 89. Geburtstag verstorben.
Die Trauer im Gschnitztal ist groß. Theresia Pranger, geborene Heidegger und vielen als „Thresl“ vom Alfaierhof bekannt, ist am 29. September 2026 nach kurzer schwerer Krankheit friedlich eingeschlafen. Nur einen Tag später hätte sie ihren 89. Geburtstag gefeiert. Zurück bleibt nicht nur eine Familie, die um ihre Mutter, Oma, Schwester und Tante trauert. Auch im bäuerlichen und gesellschaftlichen Leben ihrer Heimat hinterlässt die Tirolerin Spuren.
Viele Jahre für die Bäuerinnen im Einsatz
Landwirtschaft und Gemeinschaft bestimmten einen großen Teil ihres Lebens. Theresia Pranger war Bäuerin beim Alfaierhof und übernahm über viele Jahre Verantwortung für andere. Sie war Bezirksbäuerin im Bezirk Innsbruck, langjährige Ortsbäuerin von Gschnitz und leitete über viele Jahre die Frauenbewegung in Gschnitz. Zudem gehörte sie lange dem Kirchenchor Gschnitz an und war Gründungsmitglied des Wipptaler Bäuerinnenchors. Wie sehr Musik zu ihrem Leben gehörte, bringt ihre Familie auf der Parte mit wenigen Worten auf den Punkt: „Musik und Gesang war dein Leben!“
Für ihren Einsatz mehrfach ausgezeichnet
Ihr langjähriges Engagement blieb nicht unbeachtet. Theresia Pranger wurde mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol sowie dem Goldenen Ehrenzeichen des Tiroler Bauernbundes ausgezeichnet. Zudem war sie Gründungsmitglied von „Urlaub am Bauernhof Tirol“. Neben all diesen Aufgaben stand für sie jedoch ihre Familie im Mittelpunkt. Ihr Sohn Ferdinand, ihre Enkel Carmen, Alexander und Felix sowie zahlreiche weitere Angehörige nehmen nun Abschied. Am heutigen Samstag, 3. Oktober, wurde Theresia Pranger in Gschnitz auf ihrem letzten Weg begleitet. Um 14 Uhr führte der Trauerzug vom Trauerhaus zur Pfarrkirche, wo der Sterbegottesdienst stattfand. Anschließend wurde sie zur letzten Ruhestätte begleitet. Auf der Parte findet sich ein Satz, der ihr Leben und die Erinnerung ihrer Angehörigen zusammenfasst: „Gute Mutter, ruh‘ in Frieden, wir vergessen deiner nie.“