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/ ©Montage pixabay.com/ri & pixabay.com/ Mabel Amber
Symbolfoto von 5min.at: Fotomontage von Geld und einer Heizung.
Mit jedem kühleren Tag rückt die Heizsaison näher und damit eine Rechnung, die für zahlreiche Haushalte deutlich höher ausfallen dürfte als noch vor einem Jahr.

Bis zu 5.700 Euro fürs Heizen: Für viele Österreicher wird der Winter teuer

Die Heizsaison steht vor der Tür und für viele Haushalte könnte sie empfindlich ins Geld gehen. Gas, Heizöl und Pellets haben sich verteuert. Besonders drastisch zeigt sich der Anstieg beim Heizöl.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
3 Minuten Lesezeit(546 Wörter)
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Noch sind die Temperaturen in Österreich vielerorts mild, 5 Minuten hat berichtet: Schnee nach bis zu 26 Grad: Österreich steht jetzt vor Wetterumschwung. Doch mit jedem kühleren Tag rückt die Heizsaison näher und damit eine Rechnung, die für zahlreiche Haushalte deutlich höher ausfallen dürfte als noch vor einem Jahr. Vor allem jene, die ihren Öl- oder Pelletsvorrat noch auffüllen müssen, bekommen die gestiegenen Preise unmittelbar zu spüren. Aber auch bei Gas hat sich die Lage deutlich verschärft.

5.700 Euro für einen vollen Öltank

Besonders teuer kommt derzeit Heizöl. Nach Angaben der Österreichischen Energieagentur lag der Preis im August 48,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Was das für einen Haushalt bedeuten kann, zeigt eine Beispielrechnung aus Oberösterreich: Für 3.000 Liter Heizöl werden derzeit etwa 5.700 Euro fällig. Anfang Jänner hätte dieselbe Menge noch knapp 3.200 Euro gekostet. Wer seinen Tank früh im Jahr gefüllt hat, kam damit erheblich günstiger davon.

Auch Pellets kosten deutlich mehr

Doch auch Haushalte mit Pelletheizung bleiben von den Preissteigerungen nicht verschont. Laut Österreichischer Energieagentur lagen Holzpellets zuletzt 32 Prozent über dem Vorjahreswert. Für sechs Tonnen Pellets, energetisch ungefähr vergleichbar mit 3.000 Litern Heizöl, werden derzeit etwa 2.522 bis 2.662 Euro verlangt. Vor einem Jahr waren es rund 2.000 Euro. Auch hier wäre der Jahresbeginn günstiger gewesen: Im Jänner kostete eine entsprechende Befüllung rund 2.200 Euro.

Heizt du schon?

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Nein, aktuell ist es noch zu warm.

Gaspreis seit Jahresbeginn stark gestiegen

Zusätzliche Unsicherheit gibt es beim Gas. In Europa ist der Großhandelspreis seit Jahresbeginn kräftig gestiegen. Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran kletterte der Preis von gut 30 auf 74 Euro je Megawattstunde. Eine Rolle spielt dabei die Lage an der Straße von Hormuz. Über diese wichtige Handelsroute wurde vor dem Krieg ein erheblicher Teil der weltweiten Flüssiggaslieferungen transportiert. Die Passage ist weiterhin nicht frei befahrbar. Für die mehr als 800.000 österreichischen Haushalte mit Gasheizung ist die Entwicklung deshalb besonders relevant.

Europas Gasspeicher schwächer gefüllt

Ein weiterer Faktor kommt hinzu: Die europäischen Gasspeicher sind vor Beginn des Winters weniger gut gefüllt als in den vergangenen Jahren. EU-weit liegt der Speicherstand laut den vorliegenden Angaben bei 71 Prozent. Der Fünfjahresschnitt beträgt zu diesem Zeitpunkt hingegen 87 Prozent. Österreich steht im europäischen Vergleich zwar besser da. Ein kalter Winter in Kombination mit anhaltenden Lieferproblemen könnte die Preise aber erneut unter Druck setzen. Die Investmentbank Goldman Sachs hält bei einer weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten und entsprechenden Kälteperioden Preise von mehr als 100 Euro je Megawattstunde für möglich. Dabei handelt es sich allerdings um ein Szenario, nicht um eine Prognose, dass dieses Preisniveau tatsächlich erreicht wird.

Wer noch auffüllen muss, spürt den Unterschied

Wie sich die Energiepreise über den gesamten Winter entwickeln, lässt sich derzeit nicht verlässlich vorhersagen. Schon jetzt zeigt sich aber: Wer Öl oder Pellets erst unmittelbar vor der Heizsaison kaufen muss, zahlt teilweise erheblich mehr als noch zu Jahresbeginn. Während Fernwärme und Strom bislang weniger stark von den aktuellen Preissteigerungen betroffen sind, starten vor allem Haushalte mit Öl-, Gas- und Pelletheizungen unter deutlich ungünstigeren Vorzeichen in die kalte Jahreszeit.

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