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Aktuell - Kärnten
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Behörden wurden von Verordnung überrascht

,,Humanitär gesehen eine Katastrophe“: Hätte der Mega-Stau verhindert werden können?

Kärnten/ Slowenien/ Italien – Viel Unmut gab es in den letzten Stunden, wegen dem Verkehrschaos, dass sich vergangene Nacht vor den österreichischen Grenzen abgespielt hat. Vor allem die Regierung und die Umsetzung seitens der Behörden werden stark kritisiert. Wir haben mit dem Leiter der Bezirkshauptmannschaft Villach, Bernd Riepan gesprochen, der erklärt, wie es zu dieser ,,katastrophalen Situation'' kommen konnte.  

 1 Minuten Lesezeit (220 Wörter) | Änderung am 23.08.2020 - 12.07 Uhr

Gleich vor mehreren Grenzübergängen kam es vergangene Nacht zu einem Mega-Stau bei dem Reisende, weit über 10 Stunden im Stau gewartet haben sollen, bis sie die Grenze nach Österreich passieren durften. Wie kann es dazu kommen? Wir haben nachgefragt.

,,Wir haben über Umwege davon erfahren“

Der Leiter der Bezirkshauptmannschaft Villach bestätigt folgendes gegenüber 5 Minuten: ,,Wir als Behörde wurden von dieser neuen Verordnung gestern genauso überrascht wie alle anderen. Wir haben eigentlich nur über Umwege davon erfahren“. Diese Verordnung besagt, dass jeder der die Grenze passieren möchte, ein Formular ausfüllen und unterschreiben muss, in dem er bestätigt, dass er ohne Zwischenstopp durch Österreich durchreist.

,,Wir waren nicht darauf vorbereitet“

,,Auf diese Situation waren wir natürlich nicht vorbereitet. Wir mussten von einer Sekunde auf die Andere etliche Formulare produzieren und an die Grenzen ausliefern. Damit war der Schaden schon angerichtet“, so Riepan. Laut ihm war die ganze Situation humanitär gesehen eine einzige Katastrophe.

Laut Riepan sei der Stau inzwischen wieder aufgelöst, da nun alle ,,Nicht-Österreicher“ bei der Grenze durchgewinkt werden und das Formular nicht mehr ausfüllen müssen. ,,Es gab ein Gespräch mit dem Landeshauptmann und dem Gesundheitsministerium in dem dies besprochen wurde. Es geht darum, die Menschen vor dieser unzumutbaren Lage zu schützen“, meint er abschließend.

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