18 Mitarbeiter Betroffen: Tischlereibetrieb meldet Insolvenz an
Ein im Jahr 2024 gegründetes Tischlereiunternehmen aus Hallein ist insolvent. Von der Millionenpleite sind 18 Dienstnehmer und rund 75 Gläubiger betroffen.
Über das Vermögen der Manufaktur von Ankershofen GmbH & Co KG mit Sitz in Hallein wurde am Mittwoch, den 27. Mai 2026, am Landesgericht Salzburg ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Das gaben die Gläubigerschutzverbände KSV1870 und AKV am Mittwoch bekannt. Das im Jahr 2024 gegründete Tischlereiunternehmen hat sich im Wesentlichen auf Inneneinrichtungen für Privatpersonen und den Geschäftsbereich spezialisiert. Von der Insolvenz sind laut den Kreditschützern 18 Dienstnehmer sowie rund 75 Gläubiger betroffen.
Hohe Fixkosten und verschobene Aufträge
Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mitteilt, belaufen sich die Gesamtverbindlichkeiten auf etwa 1,41 Millionen Euro, wovon rund 310.000 Euro auf Lieferanten entfallen. Demgegenüber stehen fällige Kundenforderungen von rund 175.000 Euro sowie ein unterfertigtes Auftragsvolumen von rund 795.000 Euro. Hinsichtlich der Insolvenzursachen berufen sich beide Verbände auf die Angaben der Schuldnerin. Laut AKV-Informationen war das Unternehmen durch die Übernahme des Mitarbeiterstandes eines früheren Betriebs am Standort von Anfang an mit zu hohen Fixkosten belastet. Der KSV1870 ergänzt nach eigenen Informationen, dass die Krise primär auf „zu hohe Fixkosten, Umsatzeinbrüche, Verzögerung eines Großauftrages sowie Fehlkalkulationen“ zurückzuführen sei. Die allgemeine Wirtschaftsflaute im Jahr 2025 habe dazu geführt, dass Projekte und ein wichtiger Großauftrag wiederholt verschoben wurden.
Fortführung und Mindestquote angestrebt
Das Unternehmen soll nicht liquidiert, sondern saniert werden. Den Insolvenzgläubigern wird ein Sanierungsplan mit einer 20-prozentigen Quote angeboten, zahlbar innerhalb von 24 Monaten. Der AKV merkt dazu an, dass dies der gesetzlichen Mindestquote entspricht und sich erst im Verfahren zeigen wird, ob diese noch verbessert werden kann. Elisabeth Eppich vom
KSV1870 Salzburg erklärt dazu: „Die Schuldnerin beabsichtigt durch weitere organisatorische und betriebswirtschaftliche Maßnahmen sowie durch Neuausrichtung ihrer Tätigkeit eine Struktur zu schaffen, die in Zukunft eine gewinnbringende Fortführung ermöglichen soll“.