Heizungshersteller Windhager baut 50 Stellen ab
Die Belegschaft des Salzburger Heizungsherstellers Windhager wurde Donnerstagvormittag über die bevorstehende Kündigung von rund 50 Mitarbeitenden informiert.
Ein Schock für die Mitarbeitenden des Salzburger Unternehmens mit Hauptsitz in Seefeld (Flachgau). Als Grund für den Mitarbeiterabbau nannte die Unternehmensleitung die schwierige Marktsituation. Prekär sei die Situation vor allem im Bereich der Biomasseheizungen und Wärmepumpen, heißt es von CEO Andreas Weißenbacher gegenüber der APA.
Laut Geschäftsführung sei Schritt unausweichlich
Im vergangenen Jahr sei der Markt in den genannten Bereichen um rund 20 Prozent zurückgegangen, im heurigen ersten Quartal sei er bei der Biomasse sogar um 63 Prozent eingebrochen, sagt Weißenbacher weiters. Er habe versucht, die Maßnahme so lange wie möglich hinauszuzögern, aber jetzt sei sie unausweichlich. Der Stellenabbau erfolge in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen und werde von einem sozial verantwortungsvollen Maßnahmenpaket begleitet.
Belegschaft hätte nicht mit Stellenabbau gerechnet
Seitens der Gewerkschaft heißt es, dass die Mitarbeitenden nichts von der Ankündigung geahnt hätten. Die Kündigungen würden vor allem die Produktion außerhalb von Seekirchen betreffen. Beim AMS angemeldet worden seien auch viele ältere Mitarbeiter, beinahe die Hälfte sei über 50 Jahre alt. Mit dem natürlichen Abgang alleine ist der Personalabbau laut Weißenbacher nicht möglich, aber man werde versuchen, mit auf jeden einzelnen zugeschnittenen Maßnahmen, etwa mit einvernehmlichen Trennungen, menschliche Lösungen zu finden, heißt es.