Zwischenlösung für PFAS-Entsorgung am Salzburger Flughafen
Wegen großflächiger PFAS-Verunreinigungen auf seinem Gelände drängt der Salzburger Flughafen die Bundesregierung erneut zum Handeln. Gefordert wird eine spezifische Deponieverordnung zur regulierten Entsorgung der Chemikalien.
Da die Feuerwehr am Salzburger Flughafen jahrzehntelang mit giftigem Löschschaum geübt hat, haben sich unabbaubare PFAS-Chemikalien im Boden angereichert. Um das kontaminierte Wasser zu reinigen, setzt der Flughafen inzwischen spezielle Filteranlagen ein.
Unklar, wie man mit belastetem Erdreich umgehen soll
Wie mit dem durch PFAS belasteten Boden umgegangen werden kann, ist aber nach wie vor ungeklärt. Das müsse von politischer Seite geändert werden, forderte laut ORF Salzburg die Geschäftsführerin des Salzburger Flughafens, Bettina Ganghofer: „Die Baustellen am Flughafen leiden darunter, dass ich das Erdreich momentan nicht deponieren kann, weil es dafür keine Verordnung gibt.“
Zwischenlösung gefunden
Zumindest kurzfristig gibt es allerdings eine Zwischenlösung: Laut Ganghofer werde dieses Jahr ein Zwischenlager gebaut, in dem entnommenes Erdreich ordentlich zwischengelagert werden kann, damit es nicht weggeschmissen wird. Das solle dann so gehandhabt werden, bis es eine entsprechende Gesetzgebung für eine ordnungsgemäße Versorgung gibt. Eine Schlüsselrolle beim anstehenden Terminal-Neubau spielt das Zwischenlager für den Erdaushub. Die Genehmigung für die temporäre Lagerung des kontaminierten Bodens ist auf drei Jahre befristet.