„Stadt der Fahrräder“: Salzburg rüstet sich gegen Diebe
Obwohl Salzburg als Österreichs Fahrradhauptstadt bekannt ist, verzeichnet sie im bundesweiten Vergleich die höchste Rate an Diebstählen. Die Stadt rüstet sich nun technisch dagegen auf.
Mehr Schutz fürs Rad: Die bahnhofsnahe Radgarage am Nelböck-Viadukt wird zur Sicherheits-Zone ausgebaut. Neben 156 überdachten Plätzen und praktischen Schließfächern für Akkus und Helme sorgen eine Videoüberwachung und ein direkter Alarmknopf zur Polizei dafür, dass Fahrraddiebe hier keine Chance mehr haben.
Pendler sollen auf Öffis und Rad umsteigen
Durch die Schaffung sicherer und überdachter Abstellplätze möchte die Stadtpolitik den Anreiz für Pendler aus dem Umland erhöhen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Das Konzept sieht vor, den Arbeitsweg nach Salzburg mit Bus oder Bahn zu bestreiten und für die restlichen Wege innerhalb der Stadt flexibel auf das Fahrrad zu wechseln.
Günstige Stellplätze
In der Anlage Rainerstraße zahlt man für Kurzzeitparken 2 Euro für 24 Stunden und für einen Dauerstellplatz nur 23 Euro pro Jahr. Salzburgs Spitzenposition bei Fahrraddiebstählen ist allerdings leider ungebrochen. Mit zuletzt 1.050 gestohlenen Rädern ist die Tendenz im Vergleich der Landeshauptstädte sogar leicht steigend. Innsbruck und Graz folgen im unrühmlichen Ranking auf den Plätzen zwei und drei. Mit der Erhöhung der Sicherheit soll die Diebstahlrate nun deutlich zurückgehen.