Millionenpleite: Keine Rettung für Abtenauer Bergbahnen
Die Rettung der Abtenauer Bergbahnen ist geplatzt: Der geplante Sanierungsplan wurde kurzfristig zurückgezogen. Das Unternehmen wird nun abgewickelt, die Schließung wurde bereits gerichtlich bewilligt.
Für die Abtenauer Bergbahnen gibt es keine Rettung mehr. Im Insolvenzverfahren hätte heute, Mittwoch (17. Juni), über einen Sanierungsplan abgestimmt werden sollen. Doch dazu kam es nicht: Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) und der Kreditschutzverband 1870 (KSV1870) informieren, wurde der Sanierungsplan kurzfristig zurückgezogen. Das Verfahren wird nun als Konkurs weitergeführt, die Schließung des Unternehmens ist bereits beschlossen.
Sanierung gescheitert
Vorgesehen war, dass die Gläubiger der Abtenauer Bergbahnen heute über einen Sanierungsplan abstimmen. Dieser sah vor, dass Gläubiger 20 Prozent ihrer anerkannten Forderungen erhalten sollten. Noch vor der Abstimmung wurde der Plan jedoch zurückgezogen. Damit ist die angestrebte Sanierung gescheitert.
Mehr als sechs Millionen Euro Forderungen
Bislang haben 56 Gläubiger Forderungen in Höhe von rund 6,29 Millionen Euro angemeldet. Davon gelten derzeit etwa 4,47 Millionen Euro als anerkannt. Weitere rund 1,82 Millionen Euro sind noch bestritten. Unter den Gläubigern befinden sich auch 16 Dienstnehmer. Im nächsten Schritt soll das vorhandene Vermögen verwertet werden, um möglichst viel Geld für die Gläubiger hereinzubringen. Für die Abwicklung des Verfahrens ist Rechtsanwalt Markus Stranimaier als Masseverwalter zuständig.