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/ ©Montage: Canva
Symbolfoto
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt eine Frau, die sich die Hände vors Gesicht geschlagen hat. Sie wirkt verzweifelt. Dahinter sind Geldscheine zu sehen.
Sie wollte unbedingt kündigen und hat dabei einen teuren Fehler gemacht.

4.000 Euro teuer: Hotelangestellte lässt Kündigung von KI schreiben

Die Arbeiterkammer (AK) Salzburg zeigt einen Fall auf, in dem sich eine Hotelangestellte zu sehr auf die KI verlassen hat. Dabei würde diese "oft komplett daneben liegen", warnen die Experten.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(289 Wörter)
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Die Hotelangestellte war mit ihren Arbeitsbedingungen nämlich alles andere als zufrieden. Laut ihr sei das Arbeitsklima schlecht und die Lohnabrechnungen fehlerhaft gewesen. Daher fragte sie die KI, wie sie so schnell wie möglich den Betrieb verlassen könne. Dass das richtig teuer enden kann, hat sie offenbar nicht am Schirm gehabt. „Da sind so oft falsche Sachen drin“, hat im Oktober letzten Jahres auch AK-Rechtsexperte und Jurist Alexander Tomanek gegenüber 5 Minuten erläutert. Und: „Es geht um zu viel Geld, als dass man sich darauf verlassen könnte.“ Alles dazu hier: „Geht um zu viel Geld“: Warum die KI bei Job-Problemen nicht immer hilft.

KI formuliert Brief, dieser kostet Hotelangestellte tausende Euro

Aber zurück zur Salzburger Hotelangestellten. Sie ließ sich von der KI einen Brief formulieren, mit dem sie ihren Job sofort und fristlos beenden wollte. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellte. Vor ihrem Austritt hätte sie dem Dienstgeber nämlich eine Nachfrist zur Beseitigung der Missstände setzen müssen. „Wäre die Frau zu uns in die Beratung gekommen, hätten wir sie darauf hingewiesen und das rechtlich korrekte Schreiben aufgesetzt“, heißt es seitens der AK.

Hotelangestellte verliert Sonderzahlungen, muss Strafe zahlen

Dieser Fehler kam der Hotelangestellten jedenfalls teuer zu stehen. So hatte sie nämlich ihre Sonderzahlungen verloren und zudem eine hohe Konventionalstrafe erlitten. Der Gesamtschaden: 4.000 Euro. Die AK-Experten warnen nun. Immer mehr Menschen würden auf die „Rechtsexpertise“ einer KI vertrauen. Obwohl deren Antworten oft professionell wirken, stecken häufig nur oberflächliche Informationen dahinter. Gleichzeitig weiß man auch: „KI-Tools sind in vielen Situationen hilfreich.“ Arbeitsrechtliche Informationen sollte man jedoch mit der AK gegenchecken, erklärt man abschließend.

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