30 Zentimeter weniger als üblich: Kritischer Wasserpegel am Wolfgangsee
Der drastische Rückgang der Wasserstände - wie am Wolfgangsee, der binnen drei Wochen rund 30 Zentimeter verlor - bringt Probleme an vielen Fronten.
Niedrigwasser an mehreren Seen: Die anhaltende Trockenheit lässt die Pegel sinken, besonders betroffen ist derzeit der Wolfgangsee. Hier liegt der Stand aktuell etwa 30 Zentimeter unter dem Durchschnitt. Die Wolfgangsee-Schifffahrt beobachtet die Entwicklung genau – erste Anlegestellen könnten bei anhaltender Trockenheit bald nicht mehr angefahren werden.
Zu wenig Wasser unter den Schiffen
Das Problem ist nicht neu: Bereits im vergangenen Jahr kam es zu Ausfällen bei einzelnen Anlegestellen. Unter einigen Schiffen gab zu wenig Wasserabstand zum Grund. Neben dem zunehmend schwierigen Fahrgastwechsel leidet auch die Substanz vor Ort. Durch das anhaltende Niedrigwasser sind Stege und Ufermauern einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt.
Regen sorgte für keine merkbare Entlastung
Zwar bewegen sich die Wasserstände laut Hydrografischem Dienst noch im normalen Schwankungsbereich, der jüngste Regen brachte aber keine Entspannung. Da die Pflanzen den Niederschlag fast vollständig aufsaugten, blieben Seen und Grundwasserspeicher unberührt. Deutlich wird das auch am Wiestalstausee: Bei nur noch halbierter Zuflussmenge ist der Wasserstand um rund drei Meter abgesackt und geht kontinuierlich weiter zurück
Niedrige Pegel belasten nicht nur Schifffahrt
Die Salzburg AG sieht unterdessen die Energieversorgung unter Druck: Bis Ende Juli fehlt massiv Regen, um ausreichend Wasser für die Stromerzeugung zu sichern. Weil die Wetterprognosen kaum Niederschlag versprechen, verschärft sich die Lage. Die niedrigen Pegel belasten längst nicht mehr nur Natur und Schifffahrt, sondern auch die Infrastruktur, die Landwirtschaft und den Stromsektor.