Waldbrand wieder aufgeflammt: Einsatzkräfte im Wettlauf gegen die Zeit
In der Bäreckrinne nahe Stegenwald bei Werfen (Salzburg) ist der Waldbrand erneut ausgebrochen. Während die Einsatzkräfte im steilen Gelände gegen die Flammen kämpfen, braut sich am Himmel Gefahr zusammen: Der Wind frischt auf.
Aufregung und Hochbetrieb für die Einsatzkräfte im Pongau: Ein Erkundungsflug mit dem Hubschrauber des Innenministeriums (BMI) brachte am heutigen Freitag die Gewissheit – der Brand im schwer zugänglichen Bereich der Bäreckrinne ist wieder aktiv.
Gestern Nachmittag war „Brand aus“
Bereits am Vortag kam es in dem unwegsamen Latschenfeld auf rund 1.600 Metern Höhe zu einem dramatischen Großeinsatz. Wie 5 Minuten berichtet, hatte die Feuerwehr am Donnerstag sogar den Sonderalarmplan der Stufe 2 ausgelöst. Erst nach stundenlangen Löschflügen, bei denen Helikopter aus Salzburg und Klagenfurt über 13.000 Liter Wasser abwarfen, und einer gefährlichen Bodenbekämpfung am Tau konnte am späten Nachmittag vorerst „Brand aus“ gemeldet werden. Nun flammten die Glutnester jedoch wieder auf.
Spektakulärer Einsatz am Tau
Laut ersten Informationen ist das Feuer derzeit glücklicherweise noch lokal auf eine sehr kleine Fläche begrenzt. Aus diesem Grund wurde sofort eine erneute Bodenbrandbekämpfung eingeleitet. Die Feuerwehrleute und ihr schweres Löschmaterial mussten dafür spektakulär per Tau direkt an die steile Einsatzstelle geflogen werden, da ein normales Absetzen im Steilhang unmöglich ist. Nachdem sich die Mannschaft im extremen Gelände gesichert hatte, starteten sofort die aktiven Löschmaßnahmen. Zusätzliche Löschflüge aus der Luft sind vorerst nicht geplant.
Föhn und Wetterumschwung: Kampf gegen die Uhr
Allerdings steht der Einsatz unter keinem guten Stern, denn die Retter kämpfen ab sofort gegen die Uhr. Ein lebhafter Wind frischt im Einsatzgebiet spürbar auf und ein markanter Wetterumschwung kündigt sich an. Die Einsatzkräfte stehen unter massivem Zeitdruck: Der gefährliche Einsatz im alpinen Gelände muss unbedingt beendet und die Mannschaften wieder ausgeflogen werden, solange das Flugwetter einen sicheren Hubschraubereinsatz noch zulässt.
Zahlreiche Retter im Einsatz
Derzeit stehen 21 Einsatzkräfte der Feuerwehren Werfen und St. Johann im Pongau, des Landesfeuerwehrverbandes sowie die Bergrettung, die Alpinpolizei und die Flugpolizei mit dem Hubschrauber „Libelle“ im Dauereinsatz.