900.000 Euro in 14 Tagen: Insolventes Skigebiet bekommt zweite Chance
Im Insolvenzverfahren rund um die Abtenauer Bergbahnen Gesellschaft m.b.H. in Salzburg hat es eine Einigung gegeben. Der Sanierungsplan wurde angenommen.
Es war ein mehrfaches Auf und Ab, das die Abtenauer Bergbahnen Gesellschaft m.b.H. in den vergangenen Monaten durchleben musste. Erst wurde Insolvenz angemeldet, eine Sanierung war jedoch angedacht. Kurz vor der Abstimmung des Sanierungsplans wurde dieser jedoch zurückgezogen, das Verfahren wurde als Konkursverfahren weitergeführt. Dann sollte das Unternehmen aber doch gerettet werden, man konnte sämtliche Landwirte und Grundeigentümer ins Boot holen, heißt es seitens des Kreditschutzverbands von 1870 (KSV1870). Und schließlich kam der Sanierungsplan am Mittwoch, 22. Juli 2026, dann auch tatsächlich zur Abstimmung.
Sanierungsplan erhält beide vom Gesetz geforderten Mehrheiten
Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) nun berichtet, seien 57 Forderungen im Gesamtbetrag von rund 6,29 Millionen Euro angemeldet worden, wovon rund 4,48 Millionen Euro auch als berechtigt anerkannt wurden. Die restlichen Forderungen wurden bestritten. Der Sanierungsplan, der zur Abstimmung gekommen ist, sieht dabei vor, dass die Gläubiger eine 20-prozentige Quote bekommen – und das binnen 14 Tagen ab Rechtskraft der konkursgerichtlichen Bestätigung. Heißt: Binnen 14 Tagen müssen rund 900.000 Euro fließen. Dieses Angebot scheint die Gläubiger überzeugt zu haben, denn: „Der angebotene Sanierungsplan erreichte beide vom Gesetz geforderten Mehrheiten und gilt daher als angenommen“, so der AKV. Ausgeschüttet wird das Geld vom Masseverwalter, der Raiffeisenverband möchte in das insolvente Skigebiet investieren und dieses auch übernehmen.
„Es konnte schlussendlich mit großem Einsatz aller Beteiligten das wirtschaftliche Fundament für die Zukunft des Skigebietes geschaffen werden, dessen Fortbestand erhebliche Bedeutung für die Region, den Tourismus und die sportbegeisterte Bevölkerung hat.“
Ines Kurz vom KSV1870