Blitzschlag löst Waldbrand in Großarl aus: Großaufgebot bekämpft Feuer in 1.700 Metern Höhe
Ein Blitzeinschlag hat am Mittwochabend einen Feuerwehrgroßeinsatz im Großarltal (Bezirk Pongau, Salzburg) ausgelöst.
Am heutigen Mittwochabend, dem 29. Juli 2026, gegen 17.30 Uhr bemerkte eine Anwohnerin im Bereich der Bachalm erst einen Einschlag und wenig später einen deutlichen Feuerschein. Sie schlug umgehend Alarm. Da sich die Brandstelle in unwegsamem Gelände auf rund 1.700 Metern Seehöhe befindet, war ein Vordringen für die Bodenkräfte zunächst kaum möglich. Um ein Ausbreiten der Flammen in der extrem kritischen Anfangsphase zu verhindern, forderte der Einsatzleiter sofort Luftunterstützung an.
Punktgenauer Löscheinsatz aus der Luft
Bei einem ersten Erkundungsflug lokalisierte die Besatzung des Polizeihubschraubers den Brand herdgenau: Ein einzelner Baum war nach dem Blitzeinschlag in Brand geraten. Parallel wurde am Boden vorsorglich ein Faltbehälter aufgebaut, um Löschwasser aus der Großarler Ache zu pumpen. Schließlich entschied man sich jedoch für die schnellere Variante und entnahm das Wasser direkt aus einem nahegelegenen Speicherteich. Nach sechs gezielten Löschflügen zeigte die Taktik Wirkung: Bei einer anschließenden Kontrolle war kein offenes Feuer mehr feststellbar, der Brand galt als unter Kontrolle.
Gewitter erzwingt Unterbrechung
Da sich allerdings bereits das nächste Gewitter abzeichnete, das weitere Flüge unmöglich machen würde, nutzten die Einsatzkräfte das Zeitfenster für präventive Maßnahmen. Das Areal rund um den Brandort wurde aus der Luft intensiv durchnässt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Gegen 20 Uhr musste der Hubschraubereinsatz wetterbedingt vorerst unterbrochen werden.
Einsatzkräfte nach wie vor beschäftigt
Insgesamt stehen rund 50 Kräfte der Feuerwehr Großarl im Einsatz. Unterstützt werden sie von einem Hubschrauber der Flugpolizei Salzburg, den Flughelfern und der Drohnengruppe Pongau, dem lokalen Einsatzleitfahrzeug sowie dem Kerosinfahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg. Die Einsatzkräfte beobachten die Wetterentwicklung vor Ort weiterhin genau.