Neue Regel in Waldbad: Warum du hier dein SUP nicht mitnehmen darfst
Im Waldbad Anif möchte man künftig keine privaten Stand-Up-Paddles mehr haben und bittet die Gäste daher, diese zu Hause zu lassen. Das liegt an einer invasiven Muschelart.
„Liebe Gäste. Da sich in Österreichs Seen eine invasive Muschelart (Quaggamuschel) verbreitet, bitten wir euch, eure SUPs oder ähnliches zu Hause zu lassen.“ Das schreibt das Waldbad Anif (Flachgau, Salzburg) aktuell auf Facebook. Damit möchte man den beliebten See sauber halten. Auf Profit ist man jedenfalls nicht aus, wie man in einem weiteren Satz quasi versichert. Denn: „Wir haben gratis SUPs für euch zum Verleih.“
Waldbad Anif nicht einziger Ort mit SUP-Verbot
Damit ist das Waldbad Anif allerdings nicht der erste See, der auf die invasive Muschelart reagiert. So gibt es unter anderem auch ein Stand-Up-Paddle- und ein Schlauchboot-Verbot etwa am Offensee und den Langbathseen in Ebensee am Traunsee (Bezirk Gmunden, Oberösterreich). Grund dafür ist auch dort die Quagga-Muschel und die Krebspest, die die heimische Pflanzen- und Tierwelt gefährden würden.
Wie die Quaggamuschel Einzug in die Seen hält und was das bedeutet
Dabei werden die Larven der Muschel nämlich durch SUPs, Schlauchboote und Co. unbemerkt in die noch intakten Naturbereiche eingeschleppt, wo sie sich dann massenhaft verbreiten. Und die Quagga-Muschel ist nicht nur für die Tierwelt eine Bedrohung, auch für Badegäste bringt sie mit ihren messerscharfen Kanten eine hohe Verletzungsgefahr. Seitens der Gemeinde Ebensee am Traunsee heißt es dazu etwa: „Das Verbot ist notwendig, um den noch guten Zustand der Seen zu erhalten. Helfen Sie bitte mit, indem Sie es beachten und andere darauf aufmerksam machen.“